Kanzlei NLG Plus

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Kanzlei für Versicherungsberatung Sachverständigenbüro


Kanzlei NLG Plus
Münzmeisterstraße 19
Dresden 01217
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www.nlgplus.de

Description

Auch wenn viele Wege nach Rom führen, so sind unter ihnen kurze und lange, leichte und schwierige, einfache und gefährliche. Die Frage ist also nicht – ob, sondern wie – Sie in Rom ankommen. Der regelmäßig kürzeste, effizienteste und gefahrloseste Weg zum Ziel führt über einen Berater. Vorsicht ist jedoch geboten – denn nicht überall, wo Beratung drauf steht, steckt auch Beratung drin. Oftmals sind die wahren Absichten des vermeintlichen Beraters der Verkauf eines seiner Produkte, da er nur dadurch sein Geld verdient. Wenn Sie eine unabhängige Beratung auf hohem Niveau suchen, dann sollten Sie auch darauf achten, dass Sie Ihren Berater persönlich für seine Leistung – also die erbrachte Beratung – vergüten. Wird er stattdessen nicht von Ihnen selbst, sondern von irgend einem Dritten für sein Handeln bezahlt, so besteht die Gefahr eines Interessenskonfliktes, die dazu führen kann, dass der vermeintliche Berater letztlich die Interessen seines wahren Geldgebers vertritt, statt die Ihren. Eine Beratung ist nur dann wirklich unabhängig, wenn diese ohne Produktverkauf erfolgt! NLG Plus steht für ebendiese Unabhängigkeit, gepaart mit fachlicher Kompetenz, angereichert mit mehrjähriger Berufserfahrung und unterstützt durch Spezialisten verschiedener Sachgebiete. Mein Qualitätsversprechen an Sie: Meine Arbeit erfolgt in jedem Falle unabhängig von den Interessen Dritter, ausschließlich im Namen meiner Mandanten und ohne jede Ausnahme nur gegen Honorar. Eine Vermittlung von Produkten jedweder Art ist unter allen Umständen ausgeschlossen. Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert

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Die Haftung des Versicherungsvermittlers Einmal mehr durften sich die Gerichte mit der Frage befassen, wer denn was zu beweisen hat, wenn der Versicherungskunde sich vom Vermittler falsch beraten fühlt. Und einmal mehr bestätigt der BGH den Grundsatz des beratungsrichtigen Verhaltens (BGH Az. III ZR 82/13 v. 23.10.2014). Begeht ein Versicherungsvermittler eine Beratungspflichtverletzung, so wird zugunsten des Beratenen unterstellt, dass sich dieser bei einer ordnungsgemäßen Beratung auch dementsprechend (richtig) verhalten hätte. Wenn Ihr Versicherungsschutz also ohne Ihr Wissen Lücken aufweist und es dann zu einem Schaden kommt, so darf unterstellt werden, dass Sie diese Lücken bei Kenntnis nach ordnungsgemäßer Beratung geschlossen hätten (solange dies auch möglich gewesen wäre). Oder auch andersherum - wenn Ihr Versicherungsmakler Ihnen mitgeteilt hätte, dass Ihr Versicherungsschutz mit mehreren hundert Euro Ersparnis zu bekommen gewesen wäre, so darf unterstellt werden, dass Sie diese Ersparnis auch realisiert hätten. In der Konsequenz wäre ein nicht versicherter Schaden in der Regel dennoch versichert und zu viel bezahlte Prämien könnten Sie zurückverlangen. Bedenken Sie aber dabei, dass Sie sich in der Regel mit der Haftpflichtversicherung des Vermittlers anlegen und somit ohne die professionelle Hilfe seitens eines versierten Rechtsanwaltes kaum eine Chance haben dürften. Und selbst mit einem Rechtsanwalt könnte es schwierig werden... denn nicht nur für Anwälte, sondern auch für die Gerichte ist das Thema Versicherungen eine hochkomplizierte Angelegenheit, weshalb diese selbst bei der Frage, ob ein Risiko hätte überhaupt versichert werden können oder günstiger zu versichern gewesen wäre, auf die Expertise und den Sachverstand eines neutralen Dritten zurückgreifen. Falls Sie schon länger ein ungutes Gefühl bei Ihren Versicherungen haben, so sollten Sie sich einmal unabhängig und neutral (also ohne Ambitionen zum Abschluss eines weiteren Versicherungsvertrages) beraten lassen. Dies können Sie bei den Verbraucherzentralen, spezialisierten Rechtsanwälten und natürlich bei einem der weniger als 300 in Deutschland zugelassenen Versicherungsberatern, unter anderem zu finden unter: http://bvvb.de/BeraterSuche.aspx?map=1. Sollte sich bei einer solchen Beratung ergeben, dass der eingetretene Schaden hätte versichert werden können oder aber dass Sie seit Jahren zu viele Beiträgen bezahlen, so können Sie sich anschließend mit diesen Informationen an Ihren Rechtsanwalt wenden und diese Schäden geltend machen.

Published on 2014-11-17 00:43:35 GMT

"Sozial-Beratungstag" der Kanzlei NLG Plus im Dezember Nutzen sie dieses spezielle Angebot und eröffnen Sie sich den Weg zu einer hochwertigen Beratung, welche Sie sich sonst zu den üblichen Gebühren nicht leisten können (oder auch wollen). Der nächste Beratungstag dieser Art findet statt am _____________________________________________________ Dienstag, den 2. Dezember 2014 von 10 bis 20 Uhr _____________________________________________________ in der Rechtsanwaltskanzlei Stammwitz am Lukasplatz 7 in 01069 Dresden, welche freundlicherweise ihre Räumlichkeiten für diese Aktion zur Verfügung stellt. In der genannten Zeit stehe ich für alle Fragen rund um das Thema Versicherungen zur Verfügung. Ob zur Überprüfung von gekürzten oder abgelehnten Leistungen nach einem Schadensfall, der Prüfung von bestehenden Verträgen und ihren Inhalten, zur Antwort auf die Frage, ob ein Wechsel sinnvoll sein könnte oder auch für eine Zweitmeinung vor Abschluss eines neuen Vertrages - dieser Tag soll allen Ratsuchenden die Chance für ein erstes Beratungsgespräch zur Orientierung und möglicherweise einer schnellen Problemlösung geben. (**) _____________________________________________________ Die Kosten für die Beratung bestimmen Sie selbst! _____________________________________________________ Lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie am Ende, was Ihnen diese Beratung wert war - ganz im Rahmen Ihrer individuellen Möglichkeiten und Ihrer persönlichen Einschätzung. Die von Ihnen festgelegte Gebühr zahlen Sie dann direkt in bar gegen Quittung. Eine Zahlung per EC- oder Kredit-Karte ist nicht möglich. _____________________________________________________ Der frühe Vogel fängt den Wurm! _____________________________________________________ Bitte beachten Sie, dass vor allem in den Nachmittagsstunden mit einem größeren Andrang gerechnet werden muss. Damit Sie nicht lange warten müssen oder am Ende gar umsonst vorbeikommen, sollten Sie sich vorher anmelden - ganz bequem telefonisch unter 03512792153 oder per E-Mail unter nico.grawert@googlemail.com. Gern reserviere ich für Sie persönlich je nach Anliegen die erforderliche Zeit. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass umfangreiche Angelegenheiten ggf. einen Folgetermin erforderlich machen könnten. Schließlich sollen viele Personen an diesem Tag eine Beratung in Anspruch nehmen können. _____________________________________________________ Pssst! Bitte NICHT Weitersagen! ;-) _____________________________________________________ An alle Leser: wenn auch Sie Freunde oder Bekannte haben, welche oft über negative Erfahrungen mit Versicherungen berichten, sich aber eine professionelle Beratung nicht leisten können, so helfen auch Sie bitte mit und teilen Sie diesen Beitrag - jeder soll die Chance haben, sich gegen Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Weiterempfehlung, Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert. ** Anmerkung für alle "Erstleser": Der Kanzlei-Inhaber ist einer von lediglich zwei in Dresden gem. § 34e GewO behördlich zugelassenen Versicherungsberatern und unterliegt als solcher dem gesetzlichen Verbot zur Annahme von Provisionen oder sonstigen Vergütungen der Versicherungswirtschaft. Er ist wie ein Rechtsanwalt beratend tätig und vertritt ausschließlich die Interessen seiner Mandanten. Die Vermittlung von Versicherungen oder sonstigen Finanzprodukten gegen jegliche Art von Vergütungen seitens der Produktgeber ist absolut ausgeschlossen.

Published on 2014-11-17 11:57:58 GMT

"Thema PKV: Welche Krankenversicherung ist die Beste?" So oft ich diese Frage höre, so oft antworte ich auch mit "das kommt drauf an, wie Sie definieren, wann etwas das Beste ist..." Kaum jemand ist in der Lage, die Kriterien dafür festzulegen. Allein die Tatsache, dass die Bewertungen von Ratingagenturen und Fachzeitschriften unterschiedlich ausfallen, zeigt, dass sich selbst die Experten nicht einig sind (oder aber durch andere Interessen gesteuert werden). Als unabhängiger Berater war ich also gezwungen, mir meine eigenen Gedanken zu machen, wie eine Krankenversicherungsgesellschaft bewertet werden könnte. Da die Aussicht auf zukünftiges Verhalten eher dem Blick in die Glaskugel gleicht, habe ich mich entschieden, auf die aktuellen und vergangene Daten zurückzugreifen, und zwar auf jene, die auch der durchschnittliche Versicherungsnehmer versteht. Ich habe also betrachtet, wie groß der Versichertenbestand ist, ob dieser Bestand gewachsen oder geschrumpft ist, wie die Nettoverzinsung ausfiel, wie hoch die Rückstellungen sind und als Indikator, wie eine andere Ratinggesellschaft dieses Unternehmen bewertet hat. Da ich weder willens noch in der Lage bin zu sagen, wo die Grenze zwischen "gut" und "schlecht" ist, habe ich einzig danach unterschieden, ob eine Gesellschaft Werte über oder unter dem Durchschnitt hat. Liegt eine Gesellschaft in allen Kriterien über dem Durchschnitt, dürfte es sich dabei um einen kompetenten Partner handeln. Im Ergebnis schnitten die DeBeKa und die Signal Iduna als Sieger ab. Beide Gesellschaften liegen in allen betrachteten Kriterien über dem Durchschnitt. Zusätzlich in Frage kommen könnten aber auch die Alte Oldenburger, die Concordia, die LVM und die Provinzial. Diese liegen ebenso in allen Punkten über dem Durchschnitt mit Ausnahme des Versichertenbestandes. Ein kleiner Bestand an Versicherten birgt natürlich ein höheres Risiko, allerdings kann man hier mit einer entsprechenden Risikoprüfung und Tarifkalkulation in gewissem Maße gegensteuern, so dass auch ein kleinerer, elitärer Versicherer sein Reiz haben kann. Wer Interesse an der Auswertung hat - zum Beispiel um zu sehen, wo sein Krankenversicherer steht, möge sich bitte an mich wenden.

Published on 2014-11-13 07:31:58 GMT

Steter Tropfen höhlt den Stein... Die Zahl der Mitglieder meiner Zunft steigt weiter. Nach Angaben des DIHK waren am 30.09.2014 bereits 289 Versicherungsberater registriert. Im Vergleich dazu waren es am 01.01.2014 noch 274, am 31.03.2014 bereits 283. Immerhin 6 neue Kollegen bundesweit im letzten halben Jahr. Die 300er Schallmauer werden wir nächstes Jahr bestimmt durchbrechen. Dennoch - im Vergleich zu über 240.000 Versicherungsvermittlern sind wir eine Spezies, die kaum jemand wahrnimmt.

Published on 2014-11-12 06:26:29 GMT

Ist Altersvorsorge überhaupt noch sinnvoll? Niedrige Zinsen, hohe Kosten, steigende Steuern und drohende Sozialabgaben - im Lichte dieser Erwartungen verliert die traditionelle Altersvorsorge in Form von klassischen Lebens- oder Rentenversicherungen ihren letzten Glanz. Gepaart mit der Unsicherheit ob der wirtschaftlichen und politischen Lage in der Welt aber auch innerhalb Europas stehen aber auch die fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in immer häufiger werdendem Zweifel. Ob die zu erwartenden Provisionssenkungen aufgrund des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) eine andere Beurteilung zulassen ist fraglich. Letztlich sind 1,25% (Höchstrechnungszins ab 2015) nicht wirklich attraktiv - unabhängig davon, ob die restlichen Kosten sinken. Verlässt man einmal die Spielwiese der Versicherungen, so begegnen einem jede Menge Alternativen, welche alle als Altersvorsorge angepriesen werden: - Bausparverträge - Banksparverträge - Aktien-, Renten-, Immobilien-, Mischfonds oder auch ETFs - stille Beteiligungen, wie z.B. Fonds mit Schiffen, Kinofilmen, Windrädern, Kliniken, Wäldern usw. - Grundstücke und Eigentumswohnungen - Gold, Silber und andere Edelmetalle - Kunstgegenstände Die Anbieter werden nicht müde zu behaupten, dass ihr eigenes Produkt besser sei, als alle anderen, dass es sicherer wäre oder auch mehr Rendite erwirtschafte. Ohne eine tiefgründige Prüfung aber und einen detaillierten Vergleich wird man keine Wertaussage treffen können. Vermutlich sogar wird niemand in der Lage sein, alle Möglichkeiten nebeneinander legen und vergleichen zu können. Dies erfordert viel Zeit und jede Menge Informationen, die schon wieder veraltet sein könnten, wenn man gerade dabei ist, sie zu verarbeiten. Man wird also auf der Suche nach der richtigen Altersvorsorge nicht ohne logischen Verstand auskommen und letztlich auch auf sein Gefühl hören müssen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Gehen wir einmal logisch vor, dann zeigt die Vergangenheit, dass folgende drei Dinge die wichtigsten, viele Krisen überdauernde Varianten der Altersvorsorge sind: 1. Familie Die Familie schenkt Freude in guten Zeiten und sie gibt Rückhalt in schweren Zeiten. In einer intakten Familie unterstützt jeder jeden, ist auf einander Verlass und das Risiko des Existenzverlustes ist auf ein Minimum reduziert. Dies macht die Familie seit Jahrtausenden zu sichersten Altersvorsorge überhaupt. 2. Land Genauso wichtig, wie eine Familie, ist Land, von welchem man sich ernähren und auf welchem man sich ein Dach über den Kopf unterhalten kann. Letztlich sichert Grundeigentum das Überleben – das sollte man niemals unterschätzen oder gar vergessen. Erst recht in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sind es die Grundbedürfnisse des Menschen, die vor einer Entscheidung betrachtet werden sollen. Das Papier eines Bausparvertrages oder einer Lebensversicherung wird niemanden satt machen. Und auch vor Regen oder Kälte schützt es nicht. 3. Bildung Kaum etwas hat den Menschen jemals mehr voran gebracht als Bildung und Forschung. Mit Bildung steigen nicht nur Verständnis und Kompetenz, sondern auch das Einkommen und der Wohlstand. Was in jungen und mittleren Jahren in Bildung investiert wird, zahlt sich im Alter in aller Regel deutlich stärker aus, als jede verfügbare Geldanlage. 10.000 Euro erwirtschaften in 30 Jahren bei einem (derzeit utopischen) Zinssatz von 5% ca. 43.000 Euro. Wenn Sie heute 10.000 Euro in Ihre (Aus-)Bildung investieren, werden Sie vermutlich schon in den nächsten 5 Jahren mehr als diese 43.000 Euro an Gewinn erwirtschaftet haben. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Natürlich kommt auch eine finanzielle Vorsorge für das Alter in Betracht. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Und vor allem – was ist das beste Produkt? Als Zyniker müsste ich jetzt antworten mit „nie“ und „keines“. Denn nüchtern betrachtet, gibt es immer Dinge, die wichtiger sind, als für die Rente vorzusorgen und kein Produkt am Markt ist eine eierlegende Wollmilchsau. Banken zahlen niedrige Zinsen. Bausparverträge auch, aber mit denen kann man günstig renovieren. Versicherungen sind teuer, bieten aber eine hohe Sicherheit. Gold sichert den (Sach-)Wert, macht aber an sich keine Gewinne. Immobilien sind sicher und bringen bei guter Lage auch gute Erträge, lassen sich nicht schnell verkaufen. Aktien bringen schwanken im Wert. Stille Beteiligungen sind hochriskant. Und dann gibt’s da ja noch die eine oder andere Spekulationsblase... Jedes Produkt hat so seine Eigenarten und damit seine eigene Berechtigung. Die beste Altersvorsorge kann es dann also nur sein, sich nicht auf eines zu konzentrieren, sondern auf alle Möglichkeiten zu diversifizieren. „Ein Kessel Buntes“ oder „aus jedem Dorf ein Hund“ – das kennen Sie doch, oder? Wenn Sie Ihr Geld auf mehrere Pferde verteilen, dann können Sie bei Bedarf immer auf das zurückgreifen, was zu dem jeweiligen Zeitpunkt gerade gut dasteht. Kräht jeder Hahn nach Aktien – verkaufen Sie Ihre und streichen Sie den Gewinn ein. Jammert alle Welt, wie schlecht doch Aktien sind, schauen Sie auf den Goldpreis – und vermutlich werden Sie dann strahlen. Ist die Stimmung ungewiss, dann lassen Sie sich etwas vom Bankkonto auszahlen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Wichtig ist jedoch folgende „goldende Regel“: „Gier frisst Hirn!“ – oder werbewirksam ausgedrückt: „Lass die Finger von Dingen, die Du nicht verstehst!“ Wer eine Geldanlage zeichnet, die er nicht voll und ganz verstanden hat, sollte den Betrag lieber ins Casino bringen und auf Rot setzen. Da hat er binnen weniger Sekunden Gewissheit und sogar eine beinahe 50%-Chance. Bei einer Beteiligung in Windkrafträder, Luxusgeschäftsimmobilien, Ölquellen und dergleichen bangen Sie vielleicht Jahre um Ihr Geld und haben dann erst durch die Schlagzeile Gewissheit, dass mal wieder ein großer Finanzskandal aufgeflogen ist. Ehrlich – lassen Sie es. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Freund eines Arbeitskollegen eine Kapitalanlage bei Ihnen zu Hause vermittelt, die besser ist als das, was Ihnen der Markt bietet, ist bestenfalls so groß wie die Gewinnchance im Roulette, wenn Sie auf die 0 setzen. Denken Sie nur mal kurz darüber nach, warum kein Millioneninvestor dort eingestiegen ist, sondern der Prospekt den Weg bis zu Ihnen gefunden hat. Ich verrate es Ihnen – trocken und ungeschönt: weil Sie klein und unbedeutend sind, keine Ahnung von Geld haben, nicht verstehen, wie das Modell funktioniert, sich von bunten Bildern beeindrucken und groß geschriebenen Zahlen blenden lassen und mit etwas Glück naiv oder gierig genug sind, tatsächlich Ihr Geld in dieses Loch zu investieren. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Worauf kommt es bei einer Kapitalanlage an? Immer noch – seit hundert Jahren unverändert – auf Rendite, Sicherheit und Flexibilität. Stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten backen. Ihnen ist nach einem Obstkuchen – aber Sie können sich nicht entscheiden. Vor Ihnen liegen Äpfel, Pflaumen und Aprikosen. Die schmecken alle lecker, aber nur eines davon allein ist langweilig. Von daher verteilen Sie die drei auf Ihrem Kuchenblech ganz klassisch – ein Drittel Äpfel, ein Drittel Pflaumen, ein Drittel Aprikosen. Streusel drauf, Backofen, fertig. Genauso ist aus auch mit einer Geldanlage. Sie können nicht 100% Rendite, 100% Sicherheit und 100% Flexibilität vereinbaren. Sie können lediglich alle drei Dinge auf 100% Kuchen verteilen. Wenn Sie eines der drei Kriterien erhöhen, dann muss mindestens eines der andere zwei entsprechend weichen. Hohe Rendite + hohe Sicherheit = geringe Flexibilität. Bedeutet: Sie kommen nicht ans Geld! Hohe Rendite + hohe Flexibilität = geringe Sicherheit. Bedeutet: effektiv dasselbe, nur der Grund ist ein anderer – wahrscheinlich ist von Ihrem Geld nichts mehr da, an dass Sie rankommen wollen. Hohe Sicherheit + hohe Flexibilität = geringe Rendite. Bedeutet: Dem Geld passiert nichts, Sie kommen jederzeit ran, aber die Zinsen sind deprimierend. Soweit verstanden? Kleiner Test: Extrem hohe Sicherheit + extrem hohe Flexibilität = ? Richtig! Ihr Geld lagert zu Hause in Ihrem Kopfkissen. War ja nicht schwer… * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Wonach unterscheidet man Geldanlagen sonst noch? Prinzipiell gibt es zwei Kategorien: Geldwerte und Sachwerte. Geldwerte sind Formen, bei denen es um reine Euros geht – zum Beispiel Tagesgelder, Sparbücher, Festgelder, Bausparverträge, klassische Lebens- und Rentenversicherungen. Bei Geldwert-Anlagen wissen Sie ziemlich genau, wie viel Sie wann bekommen werden. Jedoch sagt Ihnen niemand, wie viel das dann noch Wert ist. Wenn Sie 2004 zum Beispiel 1.000 Euro auf ein Festgeldkonto mit damals 5% gepackt hätten, würden Sie heute 1.628 Euro zurückbekommen. 2004 konnten Sie für 1.000 Euro ca. 870 Liter Benzin tanken und Ihr Auto somit ca. 20 Mal volltanken. Niemand konnte Ihnen aber 2004 sagen, wie oft Sie 2014 mit 1.628 Euro Ihr Auto volltanken können. Heute wissen Sie es: Sie bekommen dafür etwa 670 Liter Benzin und können Ihr Auto nur noch 15 Mal volltanken. Mit dem heutigen Wissen wären Sie also besser dran gewesen, wenn Sie sich 2004 einfach mal 870 Liter Benzin gekauft hätten. Und damit sind wir auch schon bei den Sachwerten. Sachwert-Anlagen kennzeichnen sich dadurch, dass Ihr Geld weg ist, nämlich ausgegeben für irgendetwas – zum Beispiel für Aktien, Gold, Grundstücke oder was auch immer; auf jeden Fall gehört Ihnen etwas, was nicht Geld ist – allein oder als Anteil von einer größeren Sache (zum Beispiel eine Eigentumswohnung in einem Mietshaus). Dieses Etwas hat einen bestimmten Wert - zum Zeitpunkt Ihres Kaufes den Preis, den Sie dafür bezahlt haben. Ihr Ziel ist es – ganz kaufmännisch – diese Sache später einmal teurer zu verkaufen. Natürlich wissen Sie nicht, wann der Preis so hoch sein wird, dass Sie verkaufen würden. Zudem hängt der Preis Ihrer Sache davon ab, was die anderen denken. Denn will keiner eine solche Sache kaufen, dann sinkt der Preis. Lechzt dagegen jedermann nach Ihrer Sache, können Sie zuschauen, wie der Preis steigt. Diese Wertschwankungen stellen das Risiko der Sachwertanlagen dar. Denn wenn Sie zwischenzeitlich auf das Geld (also den Verkaufswert der Anlage) angewiesen sind, kann es sein, dass Sie weniger bekommen, als Sie sich vorgestellt haben. Aus diesen Eigenschaften heraus lässt sich also ableiten, dass Geldwertanlagen eher kurzfristig und Sachwertanlagen eher langfristig als Anlageform taugen. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Erinnern Sie sich nach an Ihren Obstkuchen? Auf das Obst kommen ja meistens noch die Streusel. Genauso ist das auch bei der Geldanlage – auch da gibt’s Streuseln, wie zum Beispiel Fördergelder oder Steuervorteile. Da diese meistens aber an Bedingungen geknüpft sind (der Staat hat schließlich nichts zu verschenken), sollten die Folgen ganz gezielt betrachtet werden. Im Zweifel essen Sie Ihren Obstkuchen lieber ohne Streuseln – schmeckt vielleicht nicht ganz so gut, bekommt Ihnen aber vermutlich besser. Na? Haben Sie verstanden, warum Sie nicht gezielt nach einer Riester-Rente suchen sollte? Genau – weil Sie ja auch nicht zum Bäcker gehen und einen Kuchen verlangen mit den Worten „Hauptsache Streusel – das Obst ist mir egal“. Soweit die Theorie. Kommen wir zur Praxis. * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Wie fängt man am besten an? Ganz einfach: mit dem Einfachsten. Und das ist ein Tagesgeldkonto, jederzeit verfügbar und in aller Regel eine sichere Sache. Hier legen Sie Monat für Monat das Geld drauf, was Sie übrig haben – und zwar solange, bis Sie hier ca. ein halbes oder gar ein ganzes Jahresgehalt liegen haben. Denn alle anderen Kapitalanlagen muss man sich erst mal leisten können. Was nutzt Ihnen eine fondsgebundene Lebensversicherung zur Altersvorsorge, wenn Sie sich nach ein paar Monaten die Raten nicht mehr leisten können, weil sich plötzlich ein größerer Finanzbedarf ergibt? Der Hauptgrund, warum Altersvorsorge scheitert, ist der, dass das nötige Kleingeld fehlt – zum Beispiel um zwischenzeitliche Krisenzeiten zu überbrücken, um Anteile nachzukaufen oder die Immobilien zu sanieren oder aber auch um einen Anwalt zu bezahlen, der das verlorene Geld von dem unseriösen Finanzhai zurückholt. Wie traurig ist das denn: Sie wurden betrogen und können es sich nicht leisten, den Betrüger zu verklagen, obwohl in Ihrem Geld schwimmt? Katastrophe! So weit darf es nicht kommen! Egal wie viel Zeit Ihnen noch bis zu Rente bleibt – eines werden Sie zwischenzeitlich immer mal wieder benötigen: Geld. Und das häufig auch relativ schnell, also kurzfristig. Von daher ist Ihr erster Schritt auf dem Weg zum reichen Rentner die Eröffnung eines Tagesgeldkontos und die Rücklage Ihrer allmonatlichen Überschüsse. Wenn Sie das nicht machen, werden Sie (in Finanzdingen) mit hoher Wahrscheinlichkeit baden gehen. Tipp: wenn am Monatsende nichts übrig bleibt – mehrere Monate in Folge – dann führen Sie ein Haushaltsbuch, planen Sie Ihre Ausgaben und legen Sie am Monatsanfang das weg, was übrig bleiben soll. -> Merke: Haben Sie nicht mindestens ein halbes Jahreseinkommen auf der Seite liegen, ist keine Altersvorsorge DIE Richtige für Sie! Oder anders ausgedrückt: Ohne Kohle können Sie sich nichts leisten - noch nicht einmal eine Kapitalanlage. -> Erst wenn Sie diese Hürde gemeistert haben, dann ist die Zeit gekommen, um sich über Altersvorsorge Gedanken zu machen. Da kann Ihnen Ihr Sparkassenbetreuer oder Ihr Vermögensberater sonst was für tolle Vorschläge machen – sagen Sie: NEIN! NEIN zu Bausparverträgen, NEIN zu Lebensversicherungen, NEIN zu Fonds; und zwar solange, bis Sie Stufe 1 gemeistert haben. Ein halbes Jahreseinkommen ist das Ziel. Und danach? Dann schauen Sie sich um nach einem Berater, der Ihnen nichts verkaufen will, sondern Sie berät. Das kostet bestimmt ein paar Euro an Gebühr – aber dafür bekommen Sie das Wichtigste überhaupt: Informationen. Passende Produkte finden sich dann sicherlich schnell… In diesem Sinne – frohes Wirtschaften wünscht Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert P.S. Helfen Sie bitte mit und geben Sie Ihren Freunden und Bekannten die Chance auf diese Informationen. Teilen Sie, was das Zeug hält ;-)

Published on 2014-11-10 07:19:06 GMT

Achtung! Fallen bitte nicht auch Sie auf diesen alten Trick herein! "Ab 2015 werden biometrische Risiken teurer. Grund ist der sinkende Höchstrechnungszins von derzeit 1,75% auf dann 1,25%. Dies betrifft vor allem Berufsunfähigkeits-, Lebens- und Rentenversicherungen!" So oder so ähnlich lauten derzeitige werbende Schlagzeilen der Versicherungswirtschaft. Und sie reihen sich ein in so zahlreiche hohle Phrasen der letzten Jahre und Jahrzehnte - wie zum Beispiel damals 2004 - vor zehn Jahren - der Wegfall des Steuerprivilegs. Es gibt zwei gute Gründe dafür, noch dieses Jahr einen Versicherungsvertrag zu den jetzigen Konditionen abzuschließen: zum einen den Grund, dass Sie den Versicherungsschutz brauchen, sich leisten können und abschließen wollen und zum anderen, den Grund, dass Sie den Versicherungsschutz wirklich brauchen, sich tatsächlich leisten können und zweifelsfrei abschließen wollen. Alle anderen Gründe sprechen GEGEN den Abschluss eines Versicherungsvertrages, völlig egal, ob heute, morgen oder irgendwann! Auch nächstes Jahr wird die Versicherungswirtschaft etwas hervorzaubern, was plötzlich doch alles viel attraktiver macht als dieses Jahr noch orakelt... Und ich vermute, es werden reduzierte Kosten vor allem für den Abschluss sein. Ich wage sogar zu behaupten, dass dann, wenn der Höchstrechnungszins von 1,75% auf 1,25% sinkt und gleichzeitig der Zillmersatz von 40 %o auf 25%o angepasst wird (und mit ihm auch die Abschlusskosten), dass sich dann beides fast schon gegen einander aufheben könnte. Verlangen Sie doch einfach mal einen direkten Vergleich eines Produktes ab nächstem Jahr - dann könnten Sie überrascht sein! Und übrigens - die Kündigungsrate von Versicherungen ist besonders hoch in Jahren, vor denen man noch schnell etwas abschließen sollte, weil danach alles viel schlechter wird! Bleiben Sie wachsam! Sie dürfen bedenkenlos jedem misstrauen, der Ihnen eine Versicherung verkaufen will. Wirklich jedem! Sogar Ihrem Nachbarn! Und dem Onkel, der früher einmal Elektriker war sowieso! Was (glauben Sie) ist größer. die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einem Versicherungsverkäufer misstrauen und am Ende positiv überrascht werden oder umgekehrt - dass Sie euphorisch und gutgläubig sind und am Ende jede Menge Geld in den Wind schießen? Seien Sie kritisch! Vor allem, wenn es um Ihr Geld geht. Dann sollte jede langfristige Entscheidung überlegt sein. Sie können heute nicht hohe Zinsen, hohe Sicherheit und eine hohe Flexibilität auf einmal haben. Auch früher nicht. Und auch in Zukunft nicht. Wer Ihnen etwas Gegenteiliges verkaut, der lügt. Lassen Sie sich nicht hetzen! Wenn Ihr Gegenüber Sie zu einer Unterschrift drängen will, werfen Sie ihn raus (oder verlassen Sie die Bank oder Sparkasse). Ja! Wirklich! Wenn Sie die Unterlagen geprüft haben und danach tatsächlich abschließen wollen, wird er Ihnen verzeihen. Ganz bestimmt. Und wenn Sie einmal nicht weiter wissen, dann können Sie sich vertrauensvoll an mich wenden. Mein Rat ist zwar nicht kostenlos, aber mit Sicherheit auch nicht umsonst! :-) Viele Grüße, Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert P.S. Werden Sie Kanzlei-Fan und verpassen Sie nichts mehr. In etwa zwei bis drei Wochen folgt die Auswertung einer aktuellen Studie zu derzeit angebotenen Altersvorsorgeverträgen. Und ich kann Ihnen jetzt schon sagen - die Ergebnisse sind haarsträubend. Der Mangel an Transparenz wird der Hauptkritikpunkt sein. Erfahren Sie, welche Tricks die Versicherer in ihren Angeboten anwenden und wie Sie sich vor einem Fehltritt schützen können!

Published on 2014-10-13 16:54:20 GMT

IT-(Vermögensschadens-)Haftpflicht im Vergleich Wie wichtig eine Haftpflichtversicherung im Allgemeinen ist, dürfte jedem Selbständigen und Freiberufler bekannt sein. Während für Handel und Handwerk zahlreiche etablierte Versicherer mit Policen aufwarten, ist das Angebot für die IT-Branche sehr übersichtlich. Die Branche ist noch verhältnismäßig jung. Die Einschätzung der bestehenden Risiken ist für alle Beteiligten schwierig. Und die Spielwiese ist so lebendig, wie kaum eine andere. Dies war Grund genug für ein Mandat eines IT-Unternehmens mit dem Auftrag, den Markt zu untersuchen und die verfügbaren Angebote an Haftpflichtversicherungen einer gezielten Prüfung zu unterziehen. Das Ergebnis war ernüchternd und überraschend zugleich: lediglich sieben von insgesamt 128 angefragten Gesellschaften warteten überhaupt mit einem adäquaten Produkt für diese Zielgruppe auf. Die Prämien bewegten sich zwischen 445,06 Euro (günstigster Anbieter) und 1.759,12 Euro (teuerster Anbieter). Spiel, Satz und Sieg für den Spezial-Versicherer #HISCOX. Mit dem umfangreichsten Versicherungsschutz überhaupt legte dieser die Messlatte für die anderen sehr hoch. Neben den üblichen Standards, wie Betriebs-, Umwelt-, Umweltschaden- und Produkthaftpflicht waren auch branchentypische Nebenrisiken, Mietsach- und Tätigkeitsschäden sowie Schäden durch Schlüsselverlust mitversichert. Zudem glänzte der Versicher mit einem umfangreichen Eigenschaden-Versicherungsschutz, z. B. mit der Übernahme von Wiederherstellungs- oder Reputationskosten nach einem Hackerangriff oder auch von Vertrauensschäden nach Vermögensdelikten durch Mitarbeiter. Gegen einen Beitragszuschlag kann der Versicherungsschutz für Eigenschäden zudem noch deutlich erweitert werden. Von den untersuchten Punkten waren lediglich Leistungen bei Rückrufaktionen ausgeschlossen und Mietsachschäden an beweglichen Sachen begrenzt auf Einrichtungsgegenstände während Geschäftsreisen. Zweiter Sieger nach Leistung wurde #HDI. Die Hannoveraner lieferten einen sehr umfangreichen Versicherungsschutz mit kleineren Defiziten, die für bestimmte IT-Dienstleister jedoch unerheblich sein könnten. Die #ALLCURA aus Hamburg überzeugte durch Ihre Prämie, hinterließ aber vereinzelte Lücken. Die Auswertung der Leistungen jedoch veranlasste den für diese Sparte zuständigen Mitarbeiter, deren Angebot zu überarbeiten. Man sei zuversichtlich, in den betreffenden Punkten Nachbesserungen vornehmen zu können, welche das Produkt noch weiter aufwerten. Abschließend lässt sich also zusammenfassen, dass trotz der geringen Teilnahme am Wettbewerb dennoch gute Angebote Einzug in den Markt gefunden haben. Die Ergebnisse der Ausschreibung sowie die detaillierte Auswertung der Leistungen können bei Interesse gegen eine entsprechende Schutzgebühr erworben werden. Anmerkung: Bitte beachten Sie jedoch, dass weder die Veröffentlichung noch die detaillierte Auswertung eine individuelle Beratung ersetzen können. Das Betriebsrisiko eines jeden IT-Dienstleisters ist derart individuell, dass niemals ohne eine vorherige Analyse eine Aussage getroffen werden kann, welcher Versicherungsschutz empfehlenswert ist. Selbst das umfangreichste Angebot kann in bestimmten Sonderfällen unpassend sein! #it #haftpflicht #versicherung #startup

Published on 2014-09-29 05:06:54 GMT

Die fiesen Tricks der Versicherer! "Sex sells" lautet eine der ältesten Marketing-Regeln. Aber diese ist mittlerweile überholt. Angst verkauft sich noch viel besser. Der Erfolg ganzer Industriezweige, ja sogar ganzer Branchen basiert einzig auf geschürter Angst. Und die Versicherungsbranche setzt genau auf diesen Faktor: ANGST. Denken Sie einmal zurück an die letzten Male, als Sie einen Versicherungsvertrag abgeschlossen haben... was waren Ihre Motive dafür? Angst vor einem Unfall? Angst vor einer Krankheit? Angst vor einer Berufsunfähigkeit? Angst vor einem Autodiebstahl? Angst davor, verklagt zu werden? Versicherungen sind wichtig. Sie sind jenes Konstrukt, mit denen wir eine abstrakte Gefahr kalkulierbar machen können. Das ist die Daseinsberechtigung von Versicherungen, das ist ihr Wesen, ihre Bestimmung. Sie sind nicht dazu da, um uns unsere Angst zu nehmen. Oder haben Sie tatsächlich weniger Angst davor, an Krebs zu erkranken, nur weil Sie eine Versicherung abgeschlossen haben, welche Ihnen dann Geld auszahlt, wenn es geschieht? Wohl kaum... Versicherungen sind - dazu habe ich schon oft berichtet - teurer als das Risiko selbst, da ihre Prämie auch Verwaltungskosten, Provisionen, Unternehmensgewinne und Steuern beinhaltet. Von daher sollte man eine Versicherung also nur dann abschließen, wenn die Folgen eines Ereignisses erheblich sind oder gar die Existenz bedrohen und man selbst nicht in der Lage ist, diese Folgen selbst zu tragen bzw. durch Angehörige tragen zu lassen. Man kann mit dem Abschluss einer Versicherung statistisch keinen Gewinn machen, dann das würde die Pleite des Versicherers bedeuten. Wer einen Vertrag abschließt in der Hoffnung, er würde gegenüber dem Versicherer einen Gewinn realisieren können (weil er meint, durch Leistungen im Schadensfall mehr ausgezahlt zu bekommen, als er eingezahlt hat), der will entweder den Versicherer betrügen oder er geht eine hochspekulative Wette ein. Wenn Sie zum Beispiel im mittleren Alter sind und gerade darüber nachdenken, einen Zahnzusatzversicherung abzuschließen, dann schauen Sie bitte zuerst einmal in Ihren Finanzordner. Sollten Sie im Besitz von Kontoguthaben, Lebensversicherungen, Fonds im Umfang von mehr als 50.000 Euro oder mehr sein, dann lassen Sie es! Ihre geplante Zusatzversicherung wird (in aller Regel) ein Verlustgeschäft für Sie - entweder weil Sie trotz Versicherung noch jede Menge aus der eigenen Tasche zuzahlen müssen (entweder weil die preiswerte Zahnzusatzversicherung nicht das abdeckt, was Sie brauchen oder weil Ihre bereits erkrankten Zähne sowieso von vornherein ausgeschlossen sind) oder aber Ihre Beiträge sind so hoch, dass Sie bis zur vollständigen Sanierung Ihrer Zähne mehr eingezahlt haben, als der Versicherer aufwenden musste. Alles andere würde der Versicherer nicht überleben. Und glauben Sie mir - Versicherer überleben in der Regel immer. Da sitzen Mathematiker, Juristen, Betriebs- und Volkswirte sowie Mediziner am Ruder - dass ein einzelner Versicherungsnehmer klüger ist, als eine solche Führungsetage, ist eher unwahrscheinlich. (Ausnahmen bestätigen... und so ;-) Kurz um - wenn Ihnen ein Prospekt eines Versicherers aufzeigt, dass Ihre Zähne in den nächsten Jahren 15.000 Euro an Sanierungskosten erfordern und Sie deswegen sofort eine Zahnzusatzversicherung abschließen sollen, dann denken Sie bitte daran, dass hier Ihre Angst angesprochen wird und Sie gerade dabei sind, in eine Falle gelockt zu werden. Rechtsschutzversicherer geben an, wie teuer Rechtsstreitigkeiten sind. Es werden Streitwerte jenseits der 100.000 Euro an die Wand gemalt und daneben stehen 50.000 Euro an Prozesskosten. Dass diese nur anfallen, wenn der Anwalt außergerichtlich den Höchstsatz abrechnet, Sie durch alle Instanzen gehen, dabei ein Gerichtsgutachten angefordert wird und Sie am Ende vor dem BGH verlieren, steht nicht mit dabei. Allein der BGH ist schon eine Besonderheit - den eigenen Fall dort hinzubekommen erfordert zum Beispiel eine uneinheitliche Rechtsprechung oder eine besondere Bedeutung einer noch unbeantworteten Rechtsfrage. Vermutlich werden Sie im Laufe Ihres Lebens niemals vor dem BGH landen. Ich zumindest kenne niemanden persönlich, der auch nur ein einziges Mal mit einem Fall vor dem BGH gelandet ist. Auch sind in den Rechtsschutzbedingungen gerade eben die Angelegenheiten, die üblicherweise einen so hohen Streitwert zum Gegenstand haben, zum Schutz der Versichertengemeinschaft ausgeschlossen - wie zum Beispiel Streitigkeiten zum Bau eines Hauses oder auch Streitigkeiten in Angelegenheiten des Urheberrechts. Hohe Streitwerte fallen überlicherweise dann an, wenn Sie große Summen bewegen. Und wer große Summen bewegt, sollte in traditioneller kaufmännischer Manier auch entsprechende Rücklagen bilden. Somit wäre auch die klassische Rechtsschutzversicherung in den meisten Fällen überflüssig. jeder 5. wird im Leben berufsunfähig - so lautet der Slogan der überall im Internet und auf Prospekten auftaucht. Wenn das so stimmen würde, wie es rüber kommt, dann bedeutete dies, dass die anderen vier so hohe Beiträge in einer Berufsunfähigkeits-Versicherung zu zahlen hätten, dass der eine finanziert würde. Würde also einer 1.000 Euro BU-Rente haben wollen, müssten die anderen 200 Euro an monatlichem Beitrag aufwenden, zzgl. Verwaltungskosten, Provisionen und Gewinnen. Das es in der Realität nicht so ist, zeigt wiederum, dass von allen BU-Fällen der Versicherer entweder nur einen geringen Bruchteil abdeckt oder aber die Realität anders ausschaut. Vermutlich ist es eine Mischung - denn er deckt zum Beispiel keine vorsätzlichen Fälle ab und in vielen Verträgen sind vorhandene Vorerkrankungen ausgeschlossen. Ein Kernpunkt ist aber auch, dass eine BU auch mal nur vorübergehend auftreten kann oder erst wenige Monate vor dem Renteneintritt. Dies verursacht selbstverständlich deutlich niedrigere Kosten. Dies Versicherer aber werden nicht müde, jedem Angst zu machen und dadurch zum Abschluss zu bringen. Verwerflich finde ich am Ende die Annahmepolitik - jeder soll einen Antrag stellen, genommen werden aber nur die Gesunden. ich finde das persönlich irgendwie diskriminierend... 8 Millionen Unfälle geschehen nach Angabe eines Versicherungs-Werbeprospektes pro Jahr in Deutschland. Wenn das stimmt, was diese Botschaft ausdrückt, dann müssten bei 80 Millionen Einwohnern fast nur noch Unfallopfer durch die Gegend taumeln. Da dem nicht so ist, wissen wir auch hier, dass die Werbebotschaft von der Realität abweicht. Wenn ich mich beim Rosenschneiden steche, beim Kochen schneide oder beim Grillen am Finger verbrenne, sind das auch Unfälle. Die zählen vermutlich in die 8 Millionen mit rein. Wie hoch die Zahl der schweren Unfallopfer ist, werden wir vermutlich nicht erfahren. Fest steht jedoch, dass diese kaum sehr hoch sein kann, wenn die Absicherung von 200.000 Euro Invaliditätssumme gerade einmal 100 Euro im Jahr kostet. Sie kennen das bestimmt: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast! Das gilt vor allem für die Werbung von Versicherern. Überall wird Angst verbreitet - Angst vor Altersarmut, Angst vor Pflegefall ja sogar die Angst vor der Angst wird ins Spiel gebracht. Aus Angst sollen wir Riester-Renten abschließen, dazu eine Rürup-Rente und auch noch einen Pflege-Bahr (als wenn mir diese Köpfe aus der Politik nicht schon allein suspekt genug waren, soll ich jetzt auch noch Produkte kaufen, die deren Namen beinhalten - pfui!) Und natürlich braucht unbedingt jeder eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung, eine Krankenzusatzversicherung, einen Schicht-1-Pensionsfonds als Entgeltumwandlung sowieso ja und für die Kinder muss auch unbedingt eine Kinderinvaliditätsrente her. Und am Ende fragt sich die Versicherungswirtschaft, warum sie so einen miserablen Ruf hat...? Bitte liebe Leserinnen und Leser (oh halt, ab sofort geschlechtsneutral: Liebe Lesende), blenden Sie die Werbung von Versicherungen einfach aus. Sie ist nicht nur unnütz, sondern eher sogar schädlich, weil sie Ihnen völlig falsche Bilder von der Realität vermittelt. Und anschließend, wenn Sie sich dieser furchtbaren Halbwahrheiten entledigt haben, dann überprüfen Sie einfach mal Ihren Versicherungsordner dahingehend, was Sie davon wirklich brauchen. Gern unterstütze ich Sie dabei mit meinerlangjährigen Berufserfahrung. Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert

Published on 2014-09-03 07:08:45 GMT

Eine fehlerhafte Kündigung kann teuer werden! Erfahren Sie hier, wie Sie einen Versicherungsvertrag richtig kündigen. Im Laufe der Jahre sind mir so einige Kündigungsschreiben untergekommen. Häufig sind Formulierungen wie: "hiermit kündige ich o.a. Versicherungsvertrag fristgerecht zum..." gern auch gefolgt von der Phrase "von Rückgewinnungsversuchen bitte ich Abstand zu nehmen." Ebenso gern wird eine "Kündigungsbestätigung" gefordert... Betrachten wir einmal das Wesen einer Kündigung: Eine Kündigung ist eine einseitige, unbedingte, empfangsbedürftige und rechtsgestaltende Willenserklärung, welche das Ende eines Dauerschuldverhältnisses (regelmäßig eines Vertrages) bewirken soll. Einseitig bedeutet, dass die eine Vertragspartei allein darüber entscheidet, ob sie kündigt oder nicht und die Kündigung nicht davon abhängig ist, ob der andere Vertragspartner zustimmt. Unbedingt bedeutet, dass die Kündigung an keine Bedingung geknüpft sein darf - also entweder es wird gekündigt oder eben nicht. Ausgenommen hiervon wäre eine Bedingung, über deren Eintritt der Empfänger der Kündigung selbst zweifelsfrei Einfluss nehmen kann (Bsp.: "wenn Sie mir nicht künftig 5% Sondernachlass einräumen, kündige ich hiermit...") Empfangsbedürftig bedeutet - wie der Name schon sagt - dass der Empfänger der Kündigung diese auch wirklich empfangen muss. Schließlich muss er ja wissen, dass Sie gekündigt haben. Rechtsgestaltend bedeutet, dass sich durch die Kündigungserklärung die Rechtslage unmittelbar ändert - nämlich dass der Vertrag durch die Kündigung (definitiv) beendet wird. Auch das Stichwort Willenserklärung ist wichtig. Wenn Sie schreiben "ich beabsichtige zu kündigen", dann teilen Sie Ihrem Vertragspartner lediglich mit, was in Ihrem Kopf vorgeht, lassen ihn aber in dem Glauben, dass Sie noch dabei sind, es sich zu überlegen. Eine wirksame Kündigung liegt bei einer solchen Formulierung noch nicht vor, es sei denn aus dem weiteren Text ergibt sich etwas anderes. Gern wird die Formulierung "fristgerecht zum..." verwendet. Genaugenommen ist das Nonsens. Denn wenn wirksam gekündigt wird, dann ist die Frist sowieso gewahrt - völlig egal, ob Sie es auch dazuschreiben oder nicht. Eine nicht fristgerechte Kündigung gibt es so gesehen gar nicht. Auch ist es - zumindest bei einem Versicherungsvertrag üblicherweise - unnötig, das Datum anzugeben, zu welchem die Kündigung wirksam werden soll. Denn wie Sie dem Versicherungsvertrag entnehmen können, hat dieser meist ein festes Ablaufdatum, zu welchem die Kündigung wirkt. Anders verhält es sich nur, wenn Sie sich - zum Beispiel bei einer Kündigung nach einem Schadensfall - einen bestimmten Kündigungstermin aussuchen könnten. Geben Sie kein Datum an, so gilt die Kündigung automatisch zum nächst-/frühestmöglichen Zeitpunkt. Bei einer Kündigung nach einem Schadensfall wäre dies vermutlich der Zeitpunkt, zu dem der Versicherer Ihre Kündigungserklärung empfängt und Sie stehen womöglich ohne Versicherungsschutz da, weil Sie noch keinen Anschlussvertrag geschlossen haben. Wenn Sie ein falsches Datum angeben (zum Beispiel weil Ihr Vertrag bis zum 01.01. um 12 Uhr läuft, Sie aber die Kündigung zum 31.12. erklärt haben), so ist dies hingegen ohne Belang. Die Kündigungserklärung ist gemäß den bürgerlich-rechtlichen Regelungen umzudeuten, was dazu führt, dass die Kündigung automatisch zum nächst möglichen Zeitpunkt erfolgt. Vorsicht - manche Versicherer gehen hier auf "Dummfang" und schreiben zurück, die Kündigung wäre unwirksam, weil ein falsches Datum angegeben worden sei. Man solle nun erneut kündigen, was allerdings erst zum nächsten Jahr ginge, da die Kündigungsfrist bereits abgelaufen sei. Lassen Sie sich diesen Bären nicht aufbinden. Senden Sie eine Kopie Ihres Kündigungsschreibens sowie die Antwort des Versicherers an die Verbraucherzentrale - die wird sich der Sache bestimmt gern annehmen. Anders schaut es aus, wenn Sie die Kündigung zum Beispiel zum 01.02. erklären, der Vertrag aber immer nur zum 01.01. kündbar wäre. Ihre Erklärung bringt zum Ausdruck, dass Sie im Januar noch versichert sein wollen und erst danach das Ende des Vertrages wünschen. Ihre Kündigung wäre dann also erst zum nächst möglichen Datum nach dem 01.02. wirksam, vermutlich also zum 01.01. des darauf folgenden Jahres. Ein weiterer Irrglaube ist, dass Ihnen auf eine Kündigung hin eine Bestätigung zusteht. Dies ist nicht der Fall. Durch die von Ihnen abgegebene Erklärung ist - der Empfang beim Vertragspartner vorausgesetzt - der Vertrag gekündigt; völlig egal, ob dieser Ihnen die Kündigung bestätigt oder nicht. Das Gesetz verlangt nicht, dass der Kündigungsempfänger dem Kündigenden den Zugang der Kündigungserklärung bestätigen muss. Sie können um eine Bestätigung bitten und in den meisten Fällen wird man Ihnen auch eine zusenden, aber ein Anrecht darauf haben Sie in aller Regel nicht. Sie sehen also - es gibt jede Menge zu beachten, wenn es darum geht, einen Versicherungsvertrag zu kündigen. Wenn Sie Ihren Vertrag ordentlich - also zum Ende einer laufenden Versicherungsperiode - kündigen wollen, so empfiehlt sich die einfachste aller Formulierungen: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich den Vertrag Nr. 12345. mit freundlichen Grüßen [Unterschrift]" Sie könnten auch "zum frühest bzw. nächst möglichen Zeitpunkt" anfügen - aber notwendig ist das nicht, denn das gilt ja sowieso. Alles weitere birgt die bereits geschilderten Gefahren. Wenn Sie flexibel kündigen können, zum Beispiel weil Ihr Vertrag keine Kündigungsfrist hat oder Sie außerordentlich nach einem Schadensfall kündigen wollen und die Gefahr besteht, dass Sie bei sofortigem Wirksamwerden vorübergehend keinen Versicherungsschutz haben, so sollten Sie "zum frühest bzw. nächst möglichen Zeitpunkt, jedoch nicht vor dem xx.xx.20xx" einfügen. Bedenken Sie aber, dass damit auch die Gefahr besteht, dass der xx.xx.xx20 bereits außerhalb einer möglichen Kündigungsfrist liegen kann und Sie dann bis zum nächsten ordentlichen Kündigungstermin an den Vertrag gebunden sein könnten. Im Zweifelsfall sollten Sie sich vorher beraten lassen. Gern stehe ich Ihnen hierfür zur Verfügung. Immer wieder stellt sich auch die Frage, wie denn gekündigt werden soll und es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man einen Versicherungsvertrag am Besten mittels Einschreiben mit Rückschein kündigen solle. Kurz und knapp gesagt: das ist Unsinn! Wer einen Vertrag kündigt und sich danach darauf berufen will, nicht mehr an den Vertrag gebunden zu sein, weil er wirksam gekündigt wurde, der muss - naturgemäß - die wirksame Kündigung nachweisen. Wenn Sie nun einen Rückschein in der Hand halten und damit vor ein Gericht treten, dann beweist dieser Rückschein lediglich, dass Ihr Vertragspartner einen Brief von Ihnen erhalten hat. Was in dem Brief geschrieben stand, ist völlig ungewiss. Beweislast bedeutet aber, dass Sie vollständig beweisen müssen, dass Sie eine Kündigungserklärung abgegeben haben, diese den Vertragspartner auch erreicht hat und dadurch die Kündigung wirksam geworden ist. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie mit der schriftlichen Kündigungserklärung und einer Kopie davon zur Post gehen, sich von dem Postmitarbeiter auf der Kopie bestätigen lassen, dass die Kopie mit dem Original inhaltlich übereinstimmt, das Original in den Umschlag gesteckt und als Einschreiben Nr. xxxxx mit Rückschein an den Empfänger versendet wurde. Oder aber Sie beauftragen einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung. Dies ist wohl zweifelsfrei die sicherste Art - aber auch entsprechend kostspielig. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass derlei Aufwand bei Versicherungen unnötig zu sein scheint. In den letzten Jahren ist mir kein einziger Fall untergekommen, in welchem der Zugang einer Kündigung durch den Versicherer bestritten wurde. Im Übrigen versende ich Kündigungen regelmäßig per Fax mit einem Sendebericht, auf welchem eine Kopie des versendeten Schriftstückes abgebildet ist. Das sollte im Fall der Fälle auch ausreichen. Nun dann - ich wünsche Ihnen viel erfolg beim Kündigen, so Sie denn Anlass dazu haben sollten ;-) Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert.

Published on 2014-09-02 15:26:24 GMT

Ich bin nicht käuflich! Auch nicht über Umwege... Ein großes Versicherungsunternehmen wollte mit mir zusammenarbeiten und bot mir an, dessen Produktpalette mit den sogenannten Netto- oder Honorartarifen (also Tarifen ohne Provisionen) nutzen zu können. Hierfür sollte ich mein Einverständnis erklären, dass ich keine Tarifvergleiche oder Gegenüberstellungen von Honorartarifen und Normaltarifen vornehme. Dieses sollte sowohl für Darstellungen in der Öffentlichkeit oder in - der Öffentlichkeit zugänglichen - Medien als auch (und jetzt kommts) für das Beratungsgespräch mit meinem Mandanten gelten. Ich habe dankend abgelehnt. Wenn ich meinen Mandanten nicht erklären darf, wie der Unterschied zwischen Tarifen mit und ohne Provision ist, dann ist es mir nicht möglich, meine Beratungspflichten zu erfüllen. Möglicherweise versteht dies der Versicherer und ändert sein Verlangen ab - dann lässt sich darüber reden. Und falls nicht: Es gibt mittlerweile einige Versicherer, die gern provisionsfreie Tarife zur Verfügung stellen, weil sie merken, dass diese Verträge wesentlich stabiler sind und nicht alle paar Jahre von wechselnden Vermittlern mit Dollarzeichen in den Augen umgedeckt werden ;-) Von daher: Netter Versuch. Aber ohne mich. Ich werde nicht die Wahrheit verschweigen, nur um meine Leistungen vor meinen Mandanten durch einen weiteren Netto-Tarif-Partner attraktiver darstellen zu können. Und damit verabschiede ich mich auch in den Urlaub. Ab 28.8. kämpfe ich wieder gegen das Unrecht ;-)

Published on 2014-08-14 17:09:08 GMT

*** Unternehmensführung: Tipp für Profis *** Wer unter den Selbständigen kennt das nicht? Irgendwann unterwegs fällt einem ein, dass man doch noch etwas fürs Büro kaufen wollte... Gesagt - getan. Rein in den Laden, gesucht, gefunden, Kasse, Barzahlung, wieder rein ins Auto und weiter gehts. Am Abend dann die Überaschung - Kaufbeleg weg; vermutlich in der Eile des Gefechts an der Kasse liegen lassen. An diesem Punkt gibt der Unternehmer häufig auf - denn er kennt den Satz "keine Buchung ohne Beleg". Aber - das Steuerrecht hat auch hierfür eine Lösung. Das Stichwort lautet EIGENBELEG. Für alle, die das interessiert gibt es hier ein tolles Urteil zu lesen: http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&sid=3eea0edea7a975f762fa77d47e466fe6&nr=26588&pos=0&anz=1

Published on 2014-08-11 07:15:15 GMT

Provisionsgier in der Versicherungsbranche? Sachverständiger klärt auf Die Regulierungsfreunde von Bund und EU greifen vermehrt das klassische Provisionsmodell an. Was in den Medien ankommt, sind jedoch nur noch hohle Phrasen ohne Inhalt. Die Aufklärung jener, die es letztlich betrifft - also der Bürger - wird von den Berichterstattern konsequent vermieden. Schließlich verkaufen sich Schocknachrichten besser an Unwissende. Von daher habe ich mich entschieden, die undurchsichtige Hülle der Versicherungsprovisionen vom Stapel zu ziehen und so für Verständnis unter der Bevölkerung zu sorgen. Mir liegen und lagen in den vergangenen 15 Jahren meiner beruflichen Tätigkeit im Versicherungsbereich zahlreiche Provisions- und Courtagevereinbarungen vor. Meine nachfolgenden Ausarbeitungen beziehen sich auf aktuelle Daten aus Februar 2014. Grundsätzlich wird in zwei Provisions- bzw. Courtagearten unterschieden, nämlich Abschlussprovisionen und Betreuungsprovisionen. Wie der Name schon sagt, wird erstere für den Abschluss selbst (Verkauf des Produktes) und letztere für die anschließende Betreuung gezahlt - und zwar direkt vom Versicherungsunternehmen an den Vermittler. Übrigens - der Unterschied zwischen Provisionen und Courtagen liegt lediglich in der Natur des Empfängers. Provisionen empfangen Handelsvertreter - also Versicherungsvertreter (und Mehrfachagenten). Ist der Empfänger einer Vergütung ein Makler, so nennt man diese Provision nunmehr Courtage oder auch Maklercourtage. Der Einfachheit halber benutze ich überwiegend nur das Wort "Provisionen". Die Unterscheidung von Abschluss- und Betreuungsprovisionen wird vor allem in den Produktsparten Leben/Rente und Kranken deutlich. Zu der Sparte Leben/Rente gehören übrigens alle Arten von Lebens- und Rentenversicherungen, also kapitalbildende und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen, "Riester"-Renten, "Rürup"-Renten, Direktversicherungen, Pensionskassen, Unterstützungskassen, Risikolebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Dread-Disease-Policen (Absicherungen gegen schwere Krankheiten). Zur Sparte Kranken gehören vor allem Krankenvoll- und -Zusatzversicherungen (wie Brille- und Zahn-Versicherungen), aber auch Pflegezusatzversicherungen, wie zum Beispiel Pflege-"Bahr". Die übliche Abschlussprovision im Bereich Leben/Rente beträgt regelmäßig 40 Promille, also 4%. Das hört sich im ersten Moment recht wenig an. Die Wiege der Erkenntnis liegt jedoch in der Frage - 4% wovon? Die Antwort lautet: von der Provisionsbasis, regelmäßig auch Bewertungssumme genannt. In den überwiegenden Fällen ist die Bewertungssumme die Summe der während der Vertragslaufzeit einzuzahlenden Beiträge. Schauen wir uns also mal ein Beispiel an: Susi, 32 Jahre alt, schließt eine Rentenversicherung ab und zahlt 200 Euro monatlich in diesen Vertrag ein. Dieser soll vereinbarungsgemäß bis zu ihrem 67. Lebensjahr laufen. Genau genommen verpflichtet sich Susi damit, die kommenden 35 Jahre lang jeden Monat 200 Euro an die Versicherungsgesellschaft zu zahlen, insgesamt also 200 x 12 x 35 = 84.000 Euro. Diese 84.000 Euro sind die Bewertungssumme des Vertrages. Hiervon werden (als Regelsatz) 4% als Abschlussprovision gezahlt. Das wären dann also 3.360 Euro. Die aufgeworfenen 4% sind jetzt nur beispielhaft. Durch die Provisionshöhe soll natürlich der Absatz gesteigert werden. Unattraktive Produkte sollen durch höhere Provisionen besser in den Markt gelangen. Und diese Taktik scheint zu funktionieren - schließlich wird sie auch heute noch angewandt. Auf Basis der mir vorliegenden Informationen zahlt zum Beispiel ein Maklerpool an den vermittelnden Makler in zahlreichen Fällen deutlich höhere Courtagen als diese 4%, zum Beispiel: 4,1% Swiss Life 4,2% Condor, VHV 4,3% Inter-Risk, Prisma Life, Signal Iduna 4,4% Allianz, Canada Life, Hanse-Merkur 4,5% Heidelberger, Standard Life, Volkswohl Bund 4,8% Nürnberger, Vorsorge Luxemburg Es gibt aber auch die gegenteiligen Beispiele mit deutlich niedrigeren Sätzen, zum Beispiel: 3,8% Die Bayerische 3,8% Versicherungskammer Bayern 2,7% Itzehoer 1,8% Delta Direkt, Hannoversche Leben 1,1% Ergo Direkt 0,9% Europa Bei den vorgenannten Werten gilt es aber auch zu beachten, dass über dem Makler noch einige Mitverdiener angesiedelt sind, in diesem Falle eben der Maklerpool, der sich möglicherweise 10% der Gesamtcourtagen als eigene Vergütung einbehält, und ferner die Maklerbetreuer der jeweiligen Gesellschaften, deren Gehälter ebenso regelmäßig Erfolgsbestandteile enthalten. Insofern kann man also davon ausgehen, dass die 5%-Marke nicht selten geknackt sein dürfte. Das heißt als - in Susis Fall - wäre sogar eine höhere Provision gezahlt worden. Hätte Susi ihren Vertrag zum Beispiel bei der Vorsorge Luxemburg abgeschlossen, wäre eine Courtage in Höhe von 4.032 Euro an den Makler gezahlt worden. Die Finanzierung dieser Abschlussprovisionen erfolgt über die in den ersten 5 Jahren einzuzahlenden Beiträge. In Susis fall zahlt sie also in den ersten 5 Jahren 12.000 Euro ein. Diesem Betrag werden die anfallenden Abschlusskosten entnommen. Vermutlich also über ein Drittel, sprich mehr als 4.000 Euro. Diese Gebühren sind dafür verantwortlich, dass Lebens- und Rentenversicherungen in den ersten Jahren, regelmäßig im ersten Drittel der gesamten Laufzeit, bei einer Kündigung meistens Verluste mit sich bringen. Übrigens - viele von Ihnen kennen doch bestimmt das Wort "Dynamik", welches meist als Inflationsausgleich verkauft wird. Durch Dynamiken erhöhen sich die Beiträge mit dem Ziel einer höheren Ablaufleistung. Aber auch eine Dynamik-Erhöhung begründet eine neue Abschlussprovision. Bei einer 5%-igen Dynamik würde also Susis Vertrag von 200 auf 210 Euro erhöht werden. Diese Erhöhung um 10 Euro multipliziert mit 12 Monaten pro Jahr und der noch verbleibenden Restlaufzeit von 34 Jahren ergibt eine Bewertungssumme von 4.080 Euro, so dass hieraus erneut eine Provision in Höhe von 163,20 Euro bei einem Provisionssatz von 4% fällig werden würde. Im Folgejahr erhöhte sich der Beitrag dann von 210 Euro auf 220,50 Euro, also um 10,50 Euro für verbleibende 33 Jahre. Dies entspräche dann einer Bewertungssumme von 4.158 Euro und einer weiteren Provision in Höhe von 166,32 Euro. Würde sich dieses Spiel zum Beispiel bis zu Susis 42. Geburtstag fortsetzen, so Beträge der Monatsbeitrag dann schon 325,78 Euro und es wären weitere 1.614,95 Euro an Abschlussprovisionen hinzugekommen, so dass der Vermittler allein aus der Vermittlung dieses Vertrages bereits 5.304 Euro an Abschlussprovision bekommen hätte. Bei einem Provisionssatz von 4,5% wären es sogar 5.967 Euro. Wussten Sie, dass auch die staatlichen Zulagen bei "Riester"-Renten eine Bewertungssumme darstellen und der Abschlussvermittler hierauf eine Abschlussprovision erhält? Hinzu kommen dann aber auch noch die Betreuungsprovisionen. Diese betragen in aller Regel 1% des laufenden Beitrages. In Susis fall als 1% von 200 Euro = 2 Euro monatlich, also 24 Euro pro Jahr. Hiermit würde sich die Provisionssumme für Susis Vertrag bis zu ihrem 42. Geburtstag also um weitere 240 Euro jährlich erhöhen. Nun ist es aber auch bei der Betreuungsprovision so, dass der eine oder andere Anbieter mehr oder weniger als diese 1,0% zahlt. Meinen Informationen zu Folge gibt es Sätze bis zu 2,0%. Beispielsweise wird für Verträge bei Canada Life, Die Bayerische, Standard Life, Swiss Life oder auch bei Volkswohl Bund 1,5% Betreuungsprovision an den Vermittler gezahlt. Es gibt aber auch Gesellschaften, bei denen keine derartigen Betreuungsprovisionen anfallen. Meinen Unterlagen nach sind das zum Beispiel Delta Direkt, Ergo Direkt, Europa, Hannoversche Leben, Itzehoer, Versicherungskammer Bayern und VHV. Nebenbei bemerkt: Die Abschlussprovision gibt es im Regelfall mit Abschluss des Vertrages, teilweise also auch schon bevor der Kunde seinen ersten Beitrag gezahlt hat - und zwar in voller Höhe (abzüglich einer möglicherweise einbehaltenen Stornoreserve von üblicherweise 10%). Diese sogenannten diskontierten Provisionen wiederum erfordern demzufolge eine Finanzierung, denn schließlich muss das Geld an den Vermittler gezahlt werden, noch bevor es der Versicherungsnehmer in den Vertrag einbezahlt hat. Dieses Faktoring der Provision wiederum löst ebenso Gebühren, nämlich Zinsen, aus, die dann dem Vertrag entnommen und an den Finanzierenden gezahlt werden. Sie sehen also - mit dem Abschluss eines Vertrages aus der Sparte Leben oder Rente sind jede Menge Provisionen verbunden. Vermutlich gehören deswegen diese Produkte zu den Favoriten der Vermittler... Zur Antwort auf die Frage, ob diese eine faire Vergütung darstellen, muss man jedoch auch den Aufwand berücksichtigen. Für eine gute Altersvorsorgeberatung sind Recherchen zu den Anbietern mit Vergleichen und Hochrechnungen und natürlich auch die persönliche Beratung des Kunden notwendig. Hierfür dürften wohl insgesamt zwei volle Arbeitstage anfallen - also beispielsweise 16 Stunden. Gönnen wir dem Vermittler mal weitere 4 Stunden für Akquisition, Terminvereinbarungen, Verwaltung und Co. so kommen wir auf 20 Stunden Aufwand. Womöglich ist Susi neugierig und vergesslich zugleich, so dass in den folgenden zehn Jahren weitere 1 Stunden pro Jahr an Aufwand für den Vermittler und Betreuer dieses einen Vertrages anfallen - kämen also weitere 10 Stunden hinzu, so dass ein Gesamtaufwand für Abschluss und Betreuung von insgesamt 30 Stunden zu verbuchen ist. Diesen 30 Stunden stehen im Standardbeispiel - also bei 4% Abschlussprovision in Höhe von 3.360 Euro und 1% Betreuungsprovision in Höhe von 240 Euro - insgesamt Einkünfte in Höhe von 3.600 Euro gegenüber, was einem Stundensatz von 120,00 Euro entsprechen würde. Berücksichtigen wir die Dynamikprovisionen mit, so fielen 5.544 Euro an, was wiederum einen Stundensatz von ca. 185 Euro ergäbe. Im Falle einer Provisionsoptimierung - also mit 4,5% Abschlussprovision, zusätzlicher Dynamikprovision und 1,5% Betreuungsprovision kämen wir auf 6.499 Euro und somit einen Stundensatz von über 215 Euro. Gesetzt dem Fall, es finden vorher kein umfangreicher Vergleich mit Recherchen statt, die Beratung selbst erfolgt eher als abschlussorientiertes Verkaufsgespräch und Susi hätte keine Fragen in den folgenden 10 Jahren, dann kämen wir im Extremfall vielleicht auf einen vierstelligen Stundensatz. Aber schauen wir uns mal die anderen Sparten an, zum Beispiel die Krankenversicherung. Die Provision für vermittelte Krankenversicherungen richtet sich am Monatsbeitrag aus, und zwar üblicherweise am Monatsbeitrag abzüglich dem gesetzlichen Vorsorgezuschlag in Höhe von 10% und ebenso ohne Pflegeversicherung. Hingegen zählen sogar erhobene Risikozuschläge (zumindest bei manchen Versicherungen) zur Bewertungssumme. Nehmen wir an, Susi ist beruflich in ihrem Unternehmen sehr erfolgreich und wird auf eine Position befördert, welche ein angenehm hohes Gehalt zur Folge hat; und zwar ein derart hohes, dass Susi zum freiwilligen Mitglied ihrer Kasse wird und sich dazu entscheidet, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Für sich und ihre kleine Tochter fallen dann Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von zum Beispiel 700 Euro an, welche zur Hälfte von ihrem Arbeitgeber getragen werden. Ziehen wir von diesen 700 Euro den Vorsorgezuschlag und die Pflegeversicherung ab, bleiben gut und gern 600 Euro übrig. Diese 600 Euro stellen die Bewertungsgrundlage dar. Üblicherweise wird für eine Krankenversicherung eine Provision in Höhe von 8 Monatsbeiträgen gezahlt, gemessen an der Bewertungsgrundlage. Für Susis Krankenversicherung erhielte der Vermittler also eine Provision in Höhe von 4.800 Euro. Nun ist es aber auch bei den Krankenversicherungen so, dass manche Gesellschaften höhere Provisionen zahlen mit dem Ziel, den Absatz ihrer (vielleicht sonst nicht markttauglichen Tarife) zu fördern. Auf Basis der mir vorliegenden Informationen zahlt zum Beispiel ein Maklerpool an den vermittelnden Makler für Tarife der BBKK eine Courtage in Höhe von 8,5 Monatsbeiträgen (MB). Im Bereich der Krankenzusatzversicherungen (also Ergänzungstarife für gesetzlich Krankenversicherte) werden teilweise sogar noch höhere Provisionen gezahlt, zum Beispiel 11 MB für BBKK und UKV, 10 MB für Münchener Verein oder 9 MB für DKV und Hanse Merkur. Es gibt aber auch die gegenteiligen Beispiele mit deutlich niedrigeren Sätzen, zum Beispiel: 7,5 MB Nürnberger, Stuttgarter, Württembergische 7,0 MB Concordia, SDK 6,0 MB Alte Oldenburger, Die Bayerische 5,5 MB LKH 5,0 MB DEVK Auch im Bereich der Krankenversicherung fallen neben der Abschlussprovision auch Betreuungsprovisionen an. Diese liegen im Schnitt bei 1,5%, teilweise auch darunter. In Susis Fall unterstellen wir einfach den Standard von 1,5% und somit bezogen auf die 600 Euro Bewertungssumme eine Betreuungsprovision in Höhe von 9 Euro monatlich, somit 108 Euro im Jahr, also in den folgenden 10 Jahren weitere 1.080 Euro. Da private Krankenversicherungen innerhalb von 10 Jahren üblicherweise ihre Beiträge erhöhen, würde demgemäß auch die Provision ansteigen. Bei einer jährlichen Erhöhung um 5% im Schnitt beliefe sich die Betreuungsprovision auf 1.358 Euro. Unterstellen wir auch bei der Krankenversicherung einen Aufwand von insgesamt 30 Stunden für Beratungen, Recherchen, Vergleiche, Verwaltung und anschließende Betreuung, so ergibt sich unter den normalen Umständen eine Provision in Höhe von 5.880 Euro und somit ein Stundensatz in Höhe von 196 Euro. Ohne Vergleich, mit lediglich abschlussorientierter Beratung und ohne Anschlussbetreuung ergäbe sich auch bei der Krankenversicherung ein deutlich vierstelliger Stundensatz. Schauen wir uns zum Abschluss einmal die sogenannten Sachversicherungen an. Zu den Sachversicherungen zählen beispielsweise die private Haftpflicht- und Hausratversicherungen, Gebäude- und Kfz-Versicherungen, aber auch gewerbliche Versicherungen. In dieser Sparte wird - zumindest bei Maklern - regelmäßig eine laufende Courtage gezahlt. Bei Ausschließlichkeitsvertretern gibt es üblicherweise auch eine Abschlussprovision und eine weitere Betreuungsprovision, welche aber auch mit möglichen Grundgehältern und Garantien verrechnet werden, so dass eine Aussage hier schwierig ist. In der Summe jedoch sind innerhalb der Verträge meist dieselben Kosten einkalkuliert, so dass ich mich auf die transparentere Variante begrenze. Eine laufende Courtage wird üblicherweise für alle sonstigen Sparten, welche nicht den Sparten Leben/Rente oder Kranken zugeordnet werden können. Der Höhe der Provision errechnet sich aus dem Provisionssatz und dem sogenannten Nettobeitrag, also dem Beitrag ohne Versicherungssteuer. Im Bereich der Kraftfahrzeugversicherungen sind Provisionssätze bis zu 10% üblich. Folgende sind von mir im Beispiel eines namhaften Maklerpools recherchiert worden: 10% Axa, R+V, Volkswohl Bund, Württembergische, Zürich 8,5% Nürnberger, Signal Iduna 8,0% Basler, KRAVAG 7,5% HDI 7,0% ARAG, Garanta, Janitos 4,5 DEVK, Gothaer 2,0% Optima Wenn Susi beispielsweise für ihre Kfz-Haftpflicht und -kaskoversicherung 50 Euro monatlich zahlt, so beliefe sich die Bewertungssumme auf 600 Euro jährlich abzüglich Versicherungssteuer, also etwa 500 Euro. Bei einer Provision in Höhe von beispielsweise 8% wären dies 40 Euro jährlich. Im Bereich der privaten Sachversicherungen, also Haftpflicht-, Hausrat-, Rechtsschutz-, Wohngebäude- und auch Unfallversicherungen fallen übliche Courtagen in Höhe von 20% an. Auch hier gibt es Ausreißer nach oben wie nach unten, wie zum Beispiel: 40% Baden Badener Unfall** 25% Basler, DEURAG Rechtsschutz, Haftpflichtkasse Darmstadt, Janitos, VHV 22,5% Allianz, Alte Leipziger, Continentale, Feuersozietät, Generali, Gothaer, Nürnberger 18,5% DAS Rechtsschutz, Allrecht Rechtsschutz 10% Alternative 5,0% Adler **Bei der Baden Badener Unfallversicherung kann der Makler sogar selbst einstellen, wie viel Courtage er möchte. Bis zu 40% der Prämie sind hierbei möglich. Unterstellen wir einmal für Susi folgendes: Sie unterhält eine private Haftpflichtversicherung, eine Hausratversicherung, eine Unfallversicherung für sich und ihre kleine Tochter, eine Kraftfahrzeugversicherung und zur Sicherheit für alle Fälle noch eine Rechtsschutzversicherung. Setzen wir hierfür einmal übliche Werte ein, so ergibt sich eine jährliche Courtage von ca. 150 Euro für den Makler. Bei einem anfänglichen Aufwand von vielleicht 5 Stunden und einem jährlichen Aufwand von vielleicht einer Stunde ergeben sich für die bereits mehrfach betrachteten 10 Jahre etwa 1.500 Euro Courtage denen etwa 15 Stunden an Arbeitszeit gegenüberstehen. Dies ergäbe dann einen rechnerischen Stundensatz von 100,00 Euro. Sollten sich die Beiträge auch hier um jährlich etwa 5% erhöhen, so ergäben sich etwa 1.886 Euro Courtage und somit ein Stundensatz von ca. 125 Euro. Im Vergleich zu diesen bisher ermittelten Stundensätzen beläuft sich jener für Beratungen durch spezielle Fachexperten - zum Beispiel Versicherungsberater oder auch Rechtsanwälte - nicht selten auf 120 bis zu 250 Euro. Wir können also festhalten: Die Provisionen der Versicherer für die Vermittlung und Betreuung der Verträge würden sich jedenfalls dann regelmäßig in einem akzeptablen Bereich befinden, wenn die Vermittler auch die entsprechende Zeit aufwenden und eine ordnungsgemäße Betreuung durchführen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, wissen Sie wahrscheinlich selbst am Besten. Welche Alternative bliebe denn zu diesem bisherigen Modell? Wohl jenes, welches in aller Munde ist - das Honorarmodell, in welchem der Kunde auf provisionsfreie Versicherungen zurückgreift und seinen Berater direkt bezahlt, eben mit einem Honorar. Auf die Frage, ob dieses am Ende günstiger ist, kann man letztlich keine seriöse Antwort abgeben, denn dafür müsste man in die Zukunft schauen und herausfinden, wie viel Arbeitszeit tatsächlich anfällt. Eines aber lässt sich gewiss sagen: das Honorarmodell ist auf jeden Fall transparenter. Der Berater rechnet seine Arbeitszeit dem Kunden gegenüber ab und dieser zahlt das vereinbarte Honorar. Als Kunde könnten Sie also wenigstens genau nachvollziehen, wohin Ihr Geld fließt und dem gegenüberstellen, was Sie dafür erhalten. Und das Honorarmodell bietet eine größere Sicherheit. Denn sollte der Provisions-Vermittler vor Ablauf der betrachteten 10 Jahre das Weite suchen, stehen Ihnen womöglich bis zu knapp 10 Jahre ohne Betreuung bevor. Der Löwenanteil der vorher errechneten Provisionen - nämlich die des Abschlusses - ist bereits in der Tasche des Vermittlers. Sein Nachfolger, welcher ebenso nur auf Provisionsbasis arbeitet, könnte zwar die Verträge übernehmen, allerdings dürfte die Motivation für eine Betreuung zu den eher niedrigen Betreuungsprovisionen ebenso gering sein. Möglicherweise kommen auch Interessenskonflikte zu Tage - sprich die Frage, ob der Vermittler Ihnen nicht vielleicht doch lieber ein neues Produkt verkaufen sollte, um eine gute Provision zu erhalten. Zu guter Letzt ist das Honorarmodell aber auch flexibler. Sie können problemlos den Berater auch selbst wechseln, wenn Sie mit dem bisherigen unzufrieden sind oder ein attraktiveres Angebot finden. Die Rechnungen des "Alten" sind bezahlt, der "Neue" stellt eben neue Rechnungen für künftige Arbeiten. Betrachtet man hiergegen einmal den provisionsbasierten Vermittler, so können Sie diesen zwar auch für die Zukunft aus Ihrer Planung ausschließen. Allerdings bleibt dasselbe Problem, wie bereits kurz erwähnt: der Löwenanteil der Provision ist bereits an diesen gezahlt, der neue Vermittler dürfte wohl eher gering motiviert sein, die alten Verträge zu übernehmen und Sie für die geringen verbleibenden Provisionen zu betreuen und er könnte an die Gretchenfrage geraten, ob er nicht lieber die Kündigung eines bestehenden und den Abschluss eines neuen Vertrages empfiehlt, nur um daraus eine Provision zu generieren. Aber blenden wir diese Fälle einmal aus und konzentrieren und auf die Realität - also keine ständig wechselnden Versicherungsvermittler, sondern den einen, der von Anfang bis Ende treu und loyal zur Seite steht. Ob Sie diesem gegenüber am Ende wirklich Geld sparen? Wer weiß... möglicherweise sind Sie nicht besonders beratungsbedürftig und können dadurch Honorare einsparen und dennoch von provisionsfreien Tarifen profitieren oder Sie finden einen guten Berater, welcher günstigere Konditionen anbietet und Ihnen dadurch eine Ersparnis bringt. Vielleicht kommt es aber auch irgendwann zu Umständen, die eine Menge Aufwand erfordern und dort zahlen Sie das Ersparte wieder drauf. Vermutlich werden Sie dann, wenn Sie sich umfangreich beraten und über die Jahre hinweg intensiv betreuen lassen, mit keinem der beiden Wege einen deutlichen finanziellen Vorteil erfahren - es bleibt bei der Transparenz und der Sicherheit. Natürlich müsste man zu Gunsten der Vermittler auch berücksichtigen, dass vor allem die Provisionen aus den Sparten Leben/Rente und Kranken einer umfangreichen Stornohaftung unterliegen und im Falle der vorzeitigen Beendigung auch die Provision anteilig oder gar vollständig zurückzuzahlen ist. Allerdings trägt auch der Honorarberater ein Ausfallrisiko, sollte der beratene Kunde seine Rechnung nicht bezahlen. Beide Risiken dürften daher nahezu gleich zu bewerten sein und berechtigen insofern auch keine berücksichtigungsfähigen Einwände. Es bleibt dabei: ob Provisions- oder Honorarmodell spielt für den Kunden bei genauer Betrachtung aus rein finanzieller Sicht eher eine untergeordnete Rolle. Für wen Transparenz und langfristige Sicherheit eine entscheidende Rolle spielen, der dürfte bei einem Berater, welcher nicht gegen Provisionen vermittelt, sondern stattdessen gegen Gebühren berät vermutlich besser aufgehoben sein. Haben Sie vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nun habe ich noch eine kleine Bitte an Sie! Teilen Sie diesen Beitrag und erzählen Sie von Ihren Erkenntnissen hieraus, damit auch andere die Chance bekommen, die Wahrheit über die Hintergründe dieser öffentlichen Diskussionen in den Medien zu erfahren. Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert

Published on 2014-06-17 13:02:26 GMT

#Rechtsschutzversicherung - ein Vergleich kann sich lohnen. Ein Mandant (leitender Angestellter, Single) beauftragte mich mit der Ausschreibung einer Rechtsschutzversicherung. Gewünscht wurde ein besonders umfangreicher Versicherungsschutz. Besonders auffällig war, dass der Großteil aller Gesellschaften im Bereich der Kapitalanlagen gar keinen oder nur einen auf bestimmte Anlageformen begrenzten Versicherungsschutz bietet. Einige Versicherer bieten hingegen einen umfassenden Schutz für alle Anlageformen, lediglich begrenzt auf eine bestimmte Anlage- oder Versicherungssumme. Ebenso auffällig war die unterschiedliche Behandlung der vorgerichtlichen Tätigkeit im Verwaltungs-, Steuer- und Sozialrecht. Auch hier gibt es Einschränkungen, welche zu beachten sind. Hingegen sind die Beratungsangebote der Versicherer meist sehr umfangreich und gehen deutlich über das Maß der Vergangenheit hinaus. _____________________________________________________ Die Siegerehrung: Der günstigste Anbieter: #Medienversicherung. Der Versicherer bietet mit seiner Police die mit Abstand günstigste Prämie. Der Schutz ist begrenzt - so bietet der Versicherer keinen Versicherungsschutz für Kapitalanlagen, keine vorgerichtliche Tätigkeit im Verwaltungs-, Steuer- und Sozialrecht und auch nur wenige Leistungen für Beratungen, zudem eine auf 250.000 Euro begrenzte Versicherungssumme und alles nur bei einem Selbstbehalt von mind. 150 Euro. Mit einer Prämie von unter 200 Euro im Jahr für den Grundschutz überzeugt er dennoch. Der Anbieter mit dem größten Deckungsumfang: #ARAG Kein anderer Versicherer bietet einen derart umfangreichen Versicherungsschutz wie die ARAG. Vor allem mit den Zusatzbausteinen JuraCheck Plus und web@ktiv sticht der Versicherer hervor. Diese Leistung hat aber auch ihren Preis. Mit über 700 Euro Jahresbeitrag legte der Versicherer die Messlatte für das teuerste Angebot auch sehr weit oben an. Und dennoch gibt es einen Wermutstropfen: die Leistung im Kapitalanlagebereich ist auf risikoarme Anlageformen begrenzt. Der Preis-Leistungs-Sieger: #Roland (auch HDI-Roland) Roland bietet einen sehr umfassenden Versicherungsschutz, in welchem sowohl Kapitalanlagen (wenn auch der Höhe nach auf 50.000 Euro Anlagesumme begrenzt) als auch die vorgerichtlichen Tätigkeiten umfassend mitversichert sind. Zudem beinhaltet der KompaktPlus-Tarif einen umfassenden Beratungsrechtsschutz rund um Familie, Freizeit und Beruf. Die Prämie beläuft sich auf knapp über 300 Euro jährlich. _____________________________________________________ Sie dürfen diesen Beitrag gern teilen und damit einen kleinen Beitrag zur Unterstützung einer unabhängigen Beratung liefern. Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Weiterempfehlung, Ihre Kanzlei NLG Plus Nico Leander Grawert. Anmerkung für alle "Erstleser": Der Kanzlei-Inhaber ist einer von lediglich zwei in Dresden gem. § 34e GewO behördlich zugelassenen Versicherungsberatern und unterliegt als solcher dem gesetzlichen Verbot zur Annahme von Provisionen oder sonstigen Vergütungen der Versicherungswirtschaft. Er ist wie ein Rechtsanwalt beratend tätig und vertritt ausschließlich die Interessen seiner Mandanten. Die Vergütung erfolgt ausschließlich durch den Mandanten.

Published on 2014-12-17 05:57:31 GMT

Eine böse Überraschung Die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist mittlerweile nahezu jedermann bekannt. Auch weiß man heutzutage, dass man die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten muss, da sonst der Versicherer im Ernstfall nicht zu leisten braucht. Das hindert den einen oder anderen zwar nicht daran, es dennoch zu versuchen, mittels falscher Angaben sich einen Versicherungsvertrag zu erschleichen, aber die Zahl derer scheint abzunehmen. Allerdings gibt es auch den besonderen Fall - der Kunde macht nach seinem besten Wissen und Gewissen wahrheitsgemäße Angaben, die dennoch objektiv nicht stimmen, zum Beispiel weil er sich an die eine oder andere Behandlung einfach nicht mehr erinnern kann. Für derartige Fälle hat der Gesetzgeber vorgesorgt und die Folgen abgemildert. Manche Versicherer verzichten sogar in bestimmten Fällen auf die Ausübung ihrer Rechte. Und dann gibt es noch die gefährlichste Kombination: der lügende Arzt, der gegenüber der Krankenkasse Leistungen abgerechnet hat, welche nie erbracht wurden (man nennt das auch Abrechnungsbetrug). Klar könnte man nun versuchen, den Gegenbeweis anzutreten... allerdings haben Sie dann einen Zwei-Fronten-Krieg, und das in einem Moment, in welchem Sie aufgrund einer Berufsunfähigkeit sowieso schon gebeutelt sind. Im ungünstigsten Fall praktiziert der Arzt schon gar nicht mehr und Sie haben keine Chance, die gegen Sie vorliegenden Beweise zu entkräften. Um ein solches Szenario zu verhindern, bleibt Ihnen nur eines: Sie müssen am Anfang aktiv werden! Fordern Sie Informationen an - bei Ihrem Arzt/Ihren Ärzten, bei Ihrer Krankenkasse (KK) oder privaten Krankenversicherung und auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Ihres Bundeslandes. Und falls Sie umgezogen sind oder die Kasse gewechselt haben, so denken Sie auch daran, die vorherige KV und KK anzuschreiben. Hier finden Sie eine Übersicht der KV: http://www.kbv.de/html/432.php Ferner können Sie ermitteln, welcher Ort zu welchem Gebiet und somit zu welcher KVS gehört. Wenn Sie anhand der Auskünfte eine böse Überraschung erleben, wenn Sie merken, dass Sie doch tatsächlich etwas vergessen haben sollten oder wenn Ihnen die Auskünfte verweigert werden, sollten Sie sicherheitshalber Hilfe in Anspruch nehmen. Dies können Sie bei den Verbraucherzentralen, spezialisierten Rechtsanwälten und natürlich bei einem der weniger als 300 in Deutschland zugelassenen Versicherungsberatern, unter anderem zu finden unter: http://bvvb.de/BeraterSuche.aspx?map=1.

Published on 2014-11-20 07:12:57 GMT

Erfahrung schützt nicht vor Überraschungen. Der Fall: Mandant, Akademiker mit diversen Vorerkrankungen (Bluthochdruck, Tinnitus, Reflux, Wirbelsäule, Knie) sucht Berufsunfähigkeits-Schutz. Aufgrund der zahlreichen Vorerkrankungen wurde auch angegeben, dass Alternativen zu einer herkömmlichen BU angeboten werden sollen, falls diese nicht versicherbar sein sollte. Es hagelte etliche Ablehnungen mit Verweis auf Produkte wie Pflegerente oder Grundfähigkeit. Einige Versicherer boten dennoch eine BU-Versicherung an, unter anderem mit verschiedenen Ausschlüssen und Risikozuschlägen. Am Ende entschied sich mein Mandant, den BU-Schutz auf zwei Gesellschaften zu verteilen - jeweils mit in dem einen Fall 25% und dem anderen Fall 50% Risikozuschlag sowie mit unterschiedlichen Ausschlüssen, um so ein mögliches Ausfallrisiko zu minimieren. Nach Stellung der verbindlichen Anträge wich einer der Anbieter von seinem Angebot ab und erhöhte den Zuschlag von 25% auf 50%, was dessen Angebot unattraktiv erscheinen ließ. Ich intervenierte beim Anbieter und teilte mit, dass in diesem Fall kein Interesse mehr besteht und der Anbieter bitte prüfen möge, ob er sich nicht doch an seiner vorher abgegebenen Prognose orientieren und nur 25% Zuschlag verlangen will. Die Antwort, sinngemäß: tut uns leid, wir verzichten vollständig auf einen Zuschlag, jedoch die beiden Ausschlüsse müssen bleiben. Und die Moral von der Geschicht'? Feilschen schadet nicht!

Published on 2014-10-24 14:26:48 GMT

DKV Krankenversicherung AG - Unwillig oder unfähig? Der Fall: Meine Mandantin, DKV-versichert, möchte gern den Tarif wechseln, da die bisherigen Leistungen nicht mehr so ganz ihren Vorstellungen entsprechen. Es erfolgte eine Beratung der Mandantin über die Kriterien einer Krankenversicherung. Sie legte darauf hin fest, welche Leistungen Ihr wichtig sind. Mein Part: Aufforderung an DKV, sie möchten bitte zu den von ihnen angebotenen Tarifen herausarbeiten, welche ihrer Tarife die Kriterien [Auflistung] erfüllen und zu diesen die zu zahlenden Prämien nach einem möglichen Tarifwechsel mitteilen. Die Antwort der DKV: "Wir bestätigen Ihnen, dass folgende Versicherungen bei uns bestehen: [Auflistung der Tarife der Mandantin] Mögliche Tarifvarianten können Sie unserer Homepage [...] entnehmen. Wir berechnen Ihnen gern Tarifalternativen, sofern wir von Ihnen die in Frage kommenden Tarife benannt bekommen. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis." Heißt im Klartext - ich soll Verständnis dafür haben, dass man sich bei der DKV nicht die Arbeit macht, Tarife herauszusuchen, welche die Kriterien der Mandantin erfüllen...? Mal abgesehen davon, dass für den Versicherer auch aus § 6 VVG eine Beratungsverpflichtung besteht - allein aus dem bestehenden Vertrag heraus sollte sich die DKV verpflichtet fühlen, meine Mandantin zu beraten, vor allem, wenn sie es ausdrücklich wünscht. Ich frage mich gerade ernsthaft, ob das eine Reaktion aus Trotz ist oder eher aus Resignation heraus. Sind die Mitarbeiter der DKV unwillig oder unfähig?

Published on 2014-10-13 07:03:44 GMT

*** Die große Lüge der Versicherungsvermittler *** Immer wieder lese ich im Internet aus der Feder von Versicherungsvermittlern, diese würden "kostenfreie und unabhängige Beratungen" anbieten. Dass ein Versicherungsvertreter nicht unabhängig ist, dürfte für jedermann verständlich sein. Aber auch der Versicherungsmakler darf sich - zumindest nach Ansicht der EU seit 2012 - nicht als unabhängig bezeichnen, denn... (nachzulesen unter: http://ec.europa.eu/internal_market/insurance/docs/consumers/mediation/20120703-directive_de.pdf) gem. Artikel 24 Absatz 5. der IMD II (Insurance Mediation Directive - EU-Richtlinie über die Versicherungsvermittlung) ist eine Beratung zu Versicherungen nur dann unabhängig, wenn a) eine hinreichende Anzahl von auf dem Markt verfügbaren Versicherungsprodukten herangezogen wird UND b) für die Erbringung der Dienstleistung an die Kunden keinerlei Gebühren, Provisionen oder Geldvorteile von Dritten (gemeint sind Versicherungsunternehmen) angenommen wird. Wenn also ein Versicherungsmakler eine Beratung erbringt, für welche er durch die Vermittlung des Versicherungsvertrag selbst mittels einer Provision vergütet wird, so hat KEINE unabhängige Beratung stattgefunden. Damit wird zumindest eines klar: Unabhängige Beratungen kosten Geld - und zwar direkt den Mandanten zugunsten des Beraters. Klarer und eindeutiger geht es nicht. Was bedeutet das für den Kunden? Dieser wird letztlich seinen Makler direkt für die Vermittlungsleistung und die damit verbundene Beratung bezahlen - und zwar in einer Höhe, welche beide vorher ausgehandelt haben. Den Versicherungsvertrag selbst wird er dann (oder sollte er zumindest) ohne einkalkulierte Provisionen bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Makler dann noch mit dem Abschluss einer Lebensversicherung mehrere Tausend Euro an Provision verdient, dürften vorbei sein... Eine Anmerkung noch: Diese Richtlinie ist noch nicht vollständig in deutsches Recht umgesetzt - es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein.

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