Refugees Welcome Bonn e.V.

at Breite Straße 76, Bonn, 53111 Germany

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Refugees Welcome Bonn e.V.
Breite Straße 76
Bonn 53111
Germany
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http://welcome.blogsport.de

Description

Die immer restriktivere Ausrichtung des Asylrechts, Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Gutscheine statt Bargeld – das sind nur einzelne Missstände, die die unmenschliche Gestaltung und Umsetzung des Aufenthalts- und Asylgesetzes deutlich machen. Die seit Jahren erhobenen Forderungen nach globaler Bewegungsfreiheit, Recht auf Selbstbestimmung und ein würdevolles Leben sind durch die Proteste von Geflüchteten aus Würzburg 2012 wieder deutlicher und stärker an die Öffentlichkeit gebracht worden. Vor diesem Hintergrund gründete sich im Jahr 2012 Refugees Welcome [Bonn]. Wir teilen die genannten Forderungen, unterstützen die Protestbewegung und arbeiten mit den in Bonn lebenden geflohenen Menschen zusammen. Wir möchten nicht auf einer abstrakten Ebene bleiben, sondern direkte Unterstützung anbieten. Dabei ist unser Ansatz jedoch kein karitativ-fürsorglicher, um die schlimmsten Folgen der staatlichen Praxis zu lindern. Denn der Staat schafft die bestehenden Verhältnisse bewusst: Aus ökonomischer Sicht „unerwünschte, nicht verwertbare Menschen“ sollen abgeschreckt und möglichst schnell wieder abgeschoben werden, sofern nicht schon ihre Einreise verhindert werden konnte. Deutschland und die europäische Union scheuen kaum Mittel, um eine restriktive Einwanderungspolitik in ihrem Interesse durchzusetzen und treten Menschenrecht dabei mit Füßen. Diese Praxis lehnen wir, Refugees Welcome [Bonn], ab. Wir verstehen unsere Aufgabe darin, mit Geflüchteten auf Augenhöhe zu kooperieren. Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass die geflüchteten Menschen ihre Forderungen und Anliegen selbst formulieren; wir bieten Unterstützung und eine Anlaufstelle für eine gemeinsame Organisierung gegen die aktuellen Lebensverhältnisse. Wir sind uns bewusst, dass wir als Citizens, d.h. Menschen mit einer privilegierenden Staatsbürgerschafft, nicht für Non-Citizens sprechen können. Denn allen, denen der Zugang zur deutschen Staatsbürgerschaft verwehrt wird, werden grundlegende Rechte nicht zugestanden; es bedeutet ein Leben zweiter Klasse sowie die ständige Bedrohung durch Repressalien und Abschiebung. Wir sind uns auch bewusst, dass unsere gesetzten Ziele nicht unmittelbar erreicht werden können. Es ist zweifellos notwendig, direkte Unterstützung anzubieten, um den Betroffenen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation sowie die Inanspruchnahme ihrer Rechte zu ermöglichen. Aus diesem Grund sind wir auch behilflich bei der Bewältigung des alltäglichen (bürokratischen) Wahnsinns. Ebenfalls versuchen wir, geflüchteten Menschen Möglichkeiten zu bieten, sich außerhalb der überfüllten Heime zwanglos zu treffen, sich auszutauschen und an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen. - - - Für die vielen Angebote, Freizeitaktivitäten, Deutsch-, Computer- oder Malkurse etc., die bei uns eingehen, haben wir eine eigene Koordination eingerichtet. Bitte sendet Eure Ideen und Vorschläge direkt an engagement.refugeeswelcome [ätt] gmail.com . Wir sammeln dort Eure Vorschlägen, klären den Bedarf und schauen, ob Ihr Euch mit anderen Interessierten zusammen tun könnt.

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Unsere zweite Veranstaltung zum Thema Islamismus als Fluchtgrund (und darüber hinaus):

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-07 18:53:27 GMT

Vom 18. bis 21. Januar finden an der Uni Bonn die Wahlen zum Studierendenparlament statt, in denen sich entscheidet, welche Hochschulgruppen den neuen AStA bilden. Wahlberechtigt sind alle Studentinnen und Studenten. Wir haben in den vergangenen Jahren immer eng und produktiv mit der linken ideologiekritischen Hochschulgruppe Liste undogmatischer StudentInnen zusammengearbeitet. Bereits zum wiederholten Male kandidieren mehrere unserer Mitglieder für die Guppe, die seit langer Zeit trotz ihrer verhältnismäßig wenigen SP-Sitze die aktivsten AStA-Referate, das Frauenreferat Bonn und das Referat für politische Bildung - AStA Bonn, führt. Auch bei der "Friedrichs Wilhelm", der neuen Studierendenzeitung des AStA, bringen sich unsere Freundinnen und Freunde von der LUST maßgeblich mit ein. Zudem ist die LUST ebenfalls im Referat für Hochschulpolitik vertreten. Die LUST ist keiner übergeordneten Organisation oder Partei angegliedert, weswegen sie Eure Stimmen umso nötiger hat, um weiterhin fortschrittliche linke Positionen im AStA und im Studierendenparlament vertreten zu können. In diesem Sinne: Wählt die LUST! Mehr zum Wahlprogramm findet Ihr auf den Seiten der LUST.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-03 14:32:44 GMT

Hier findet Ihr einen lesenswerten Bericht über das Abschiebelager in Bonn Bad Godesberg, gegen das wir vor ein paar Wochen zusammen mit den damaligen Insassen demonstriert haben. Zu unseren Forderungen und der Demo, siehe hier: https://www.facebook.com/welcomebonn/posts/499465440226771 http://www.vice.com/de/read/sonderlager-fuer-balkan-fluechtlinge-gibt-es-jetzt-auch-in-nordrhein-westfalen-983

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-12-17 15:18:05 GMT

***Veranstaltung am 16. Dezember abgesagt *** Leider muss die geplante Veranstaltung zum Projekt „Der Zaun“, die für den 16. Dezember geplant war, ausfallen.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-12-08 16:21:48 GMT

Ausflug zum SeaLife Königswinter ---------------------------------------------- Heute haben wir in Kooperation mit der Initiative für Flüchtlinge Bonn - IfF mit über 80 Geflüchteten aus Bonn einen Ausflug in den Aquazoo SeaLife in Königswinter unternommen. Die bunten Unterwasserwelten boten dabei eine willkommene Abwechslung zum grauen, aber glücklicherweise milden Wetter. Die Idee dazu stammte von unserer Helferin Petra Berns und der Ausflug wurde finanziell von der Postbank gefördert.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-29 19:09:21 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-06 19:41:01 GMT

Die Veranstaltungsreihe zu Fluchtgründen geht weiter:

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-04 11:30:01 GMT

Unser erster Kneipenabend im Kulturzentrum KULT41 im neuen Jahr: Kommt vorbei!

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-03 22:27:24 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2016-01-03 11:13:00 GMT

Besuch eines Spiels der Telekom Baskets Am vergangenen Mittwoch, 16. Dezember, haben wir mit der freundlichen Unterstützung der Telekom Baskets Bonn das Eurocup Heimspiel der Baskets gegen JSF Nanterre im Telekom Dome besucht. So konnten 25 Geflüchtete aus Duisdorf und der Poliklinik das Basketballspiel mitsamt Rahmenprogramm genießen. Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei den Telekom Baskets Bonn für die bereitgestellten Tickets und hoffen, so eine Veranstaltung auch in der Zukunft wiederholen zu können.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-12-22 15:47:22 GMT

Vorweihnachtlicher Spieleabend in Duisdorf Am vergangenen Montag, 7. Dezember, haben wir zwischen 17 und 19 Uhr zusammen mit der Rechtsabteilung von Ford in den Räumen der Johanniskirchengemeinde in Bonn-Duisdorf eine vorweihnachtliche Kinderbescherung für geflüchtete Familien veranstaltet. Aus ganz Duisdorf kamen um die 50 Menschen zusammen. Bei Gesellschaftspielen, Heißgetränken und einem Clownauftritt wurden den zahlreichen Kindern Geschenke überreicht. Außerdem ergab sich so die Möglichkeit für die JuristInnen von Ford, einen Eindruck von den vielfältigen rechtlichen Problemstellungen zu bekommen, mit denen sich Geflüchtete konfrontiert sehen. Wir bedanken uns herzlich bei den RechtsexpertInnen von Ford und planen, die Zusammenarbeit in der Zukunft fortzuführen. (Gesichter wurden wie immer unkenntlich gemacht.)

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-12-09 20:23:48 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-12-02 10:43:51 GMT

Wir haben nichts gegen Österreicher, aber... Zusammen mit der Liste undogmatischer StudentInnen präsentieren wir nächsten Dienstag:

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-27 07:47:06 GMT

Auch wir sind schockiert über die Ereignisse in Paris und rufen alle Menschen dazu auf, an der heutigen Gedenkkundgebung teilzunehmen. Wir wollen deutlich machen, dass endlich gegen islamistischen Fanatismus vorgegangen werden muss und gleichzeitig zur Solidarität mit all den Geflüchteten aufrufen, die vor genau diesem Terror fliehen. Die Kundgebung findet um 14 Uhr auf dem Remigiusplatz (neben ZARA) statt.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-14 10:15:10 GMT

Spontandemonstration durch die Bad Godesberger Innenstadt: Kein Abschiebelager in Bonn oder irgendwo sonst! Gestern, am Mittwoch, 11. November 2015, haben wir gemeinsam mit Albanerinnen und Albanern, die in der Landeseinrichtung in Bonn - Bad Godesberg leben, eine Spontandemonstration angesichts der derzeitigen Lage für Geflüchtete aus den Balkanstaaten im Allgemeinen und der Lage der Menschen aus Albanien im Besonderen durchgeführt. Der Demonstration, die äußerst kurzfristig angesetzt worden war, schlossen sich zwischen 150 und 200 Personen an und zogen mit zahlreichen Schildern und Bannern ausgestattet lautstark durch die Bad Godesberger Innenstadt. Dabei wurden 1000 deutsch- und englischsprachige Flugblätter an PassantInnen verteilt (s.u.). Die Stimmung war durchweg friedlich und auch die Kooperation mit der Polizei klappte angesichts der kurzfristigen Anmeldung erfreulich reibungslos. Im Zuge der jüngsten Asylrechtsverschärfungen hat sich die Situation für Menschen vom Balkan, die hier Asyl suchen, massiv verschlechtert. Wie einer Antwort auf eine kleine Anfrage im Landtag zu entnehmen ist, werden derzeit im Zuge der Umsetzung des sog. „Aktionsplan(s) Westbalkan“ verschiedene Massenunterkünfte des Landes mehr oder weniger unter der Hand in de-facto-Abschiebelager verwandelt, indem dort Menschen aus bestimmten Herkunftsländern – zur Zeit vor allem aus Albanien – konzentriert werden, um sie entweder zur „freiwilligen“ Ausreise zu bewegen oder zwangsabzuschieben. Die Einzelfallprüfungen werden dabei praktisch ausgesetzt und ein Anspruch auf Asyl pauschal verweigert. Nachdem sich in den vergangenen Wochen bereits eine Vielzahl von Albanerinnen und Albanern wegen der mittlerweile unerträglichen Zustände im Bad Godesberger Abschiebelager (dessen Zutritt uns verweigert wurde) an uns gewandt hatten, beschritten wir zunächst den formalen Weg über einen Brief an die zuständige Direktorin des Roten Kreuzes, das das Lager unterhält. Dann jedoch überschlugen sich die Ereignisse innerhalb weniger Tage. Als wir uns schließlich auch via Foto- und Videobelege aus dem Innern des Lagers, die die absolut unhaltbaren Verhältnisse dokumentierten, von diesen überzeugen konnten, entschlossen wir uns dazu, die dort lebenden Menschen bei ihrem geplanten Protest gegen diese Zustände sowie ihre unmittelbar drohende Abschiebung zu unterstützen. Eine gekürzte Aufzählung der besonderen Härten, denen sich die Menschen im Lager – darunter Familien mit Kindern, Kranke und Schwangere – ausgesetzt sehen, findet sich im unten angehängten offenen Brief. Viele der Menschen äußerten uns gegenüber, dass sie den Eindruck gewinnen mussten, dass die Zustände in den neuen Abschiebelagern absichtlich so gestaltet werden, um Menschen zur freiwilligen Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu nötigen. Dass dieses perfide Kalkül vielfach aufgeht, zeigt sich etwa daran, dass in der Tat innerhalb von etwa zwei Wochen mehr als hundert Menschen aus Albanien „freiwillig“ zurückgekehrt sind, weil sie es hier nicht mehr aushielten. Seitens zahlreicher im Lager untergebrachter Menschen wurde uns berichtet, dass diesen vermittelt worden sei, dass die Zwangsabschiebungen ab Ende dieser Woche beginnen würden. Ein paar Worte zu der Erklärung von Ländern zu sog. sicheren Herkunftsstaaten: Nachdem Innenminister de Maizière seine Realitätsferne bereits über Äußerungen zur Sicherheit Afghanistans unter Beweis gestellt hat – er forderte kurze Zeit nach der Einnahme von Kundus durch die Taliban Afghanen auf, sich den deutschen Bemühungen um die Sicherheit des Landes erkenntlich zu zeigen und dort zu bleiben – wurde kürzlich der Kosovo zum sicheren Herkunftsland gekürt. Gleichzeitig werden Soldaten in den Kosovo geschickt, um der instabilen Sicherheitslage Rechnung zu tragen. Das allein zeigt, dass die Erklärung von Ländern als „sicher“ rein politischem Kalkül folgt und keineswegs sachlich begründet sein muss. ________________________________________ Offener Brief: Bonn, 11. November 2015 Sehr geehrte Damen und Herren, In der Muffendorfer Geflüchtetenunterkunft, Bad Godesberg, untergebrachte Geflüchtete und Asylsuchende haben Refugees Welcome Bonn e.V. kontaktiert, da sie die Zustände in der Unterkunft für unmenschlich halten. Laut ihnen ist die Unterkunft in ihrer jetzigen Form nicht bewohnbar. Sie gehen davon aus, dass die Unterbringung der Albaner*innen in diesen systematisch überfüllten, schmutzigen und unhygienischen Zuständen in der Muffendorfer Unterkunft gezielt statt fand und ein Teil des Programms ist, welches sie zur Rückkehr nach Albanien zwingt. Täglich werden sie dem Druck, zurück zu kehren, ausgesetzt, und müssen erzwungenen Deportationen entgegen sehen. Die Existenz von Sammellagern, in welchen Geflüchtete an einem Ort gesammelt werden, um leichter abgeschoben werden zu können, wurde von der Regierung bereits bestätigt. Dass Muffendorf tatsächlich ein solches Abschiebelager ist, welches sich als Gelüchtetenunterkunft tarnt, ist offensichtlich. Die Geflüchteten in Muffendorf berichteten uns von einer Reihe ernsthafter Probleme, welche hier benannt werden sollen, da wir sie in einem systematischen Zusammenspiel mit der vom Land NRW neuerdings gepflegten Praxis in der Unterkunft von Geflüchteten sehen. Momentan wartet Refugees Welcome Bonn e.V. darauf, Zutritt zu der Muffendorfer Unterkunft zu erlangen. Unmenschliche Zustände in der Muffendorfer Geflüchtetenunterkunft Die Geflüchteten, die mit uns sprachen, bezeichneten die Situation in Muffendorf als nahezu untragbar. Ihrer Ansicht nach müsste die Unterkunft geschlossen und die dort untergebrachten Menschen in andere Unterkünfte vermittelt werden. Basierend auf ihren Erfahrungen mit anderen Unterkünften in Bonn und Umgebung bezeichnen sie die Muffendorfer Unterkunft als in einem absoluten Kontrast zu den Übrigen stehend. Diese sei sogar schlimmer als die vorübergehende Unterbringung in Zeltlagern. Sie beschreiben unhygienische Lebensbedingungen welche bereits zur Verbreitung von Infektionen führten und überfüllte Quartiere, ohne besondere Rücksicht auf Geflüchtete mit gesundheitlichen Problemen, sowie dass den Bewohner*innen der Unterkünfte vernünftige medizinische Versorgung im Hinblick auf die baldige Deportation verwehrt bliebe. Von uns gesichtetes Videomaterial zeigt über mehrere Tage hinweg verdreckte Toiletten und Duschräume, kaputte Duschen, Wasserlachen auf den Böden der Badezimmer sowie Fäkalien auf den Toiletten und Böden. In den Toiletten fehlt es an einfachen Dingen wie Toilettenpapierhaltern, Saugglocken zum Freimachen der Rohre oder Haken für Klamotten in den Duschräumen. Immer wieder erfolgte Reinigungsversuche seitens der Bewohnerinnen und Bewohner scheitern an der allgemeinen Belegungssituation. Aufgrund dieser Umstände zogen sich bereits mehrere Frauen Infektionen zu. Eine schwangere Frau zum Beispiel geht inzwischen jedes Mal in die Innenstadt, um eine Toilette zu benutzen. Ein Junge erzählte, dass er große Angst hat, auf Toilette zu gehen. Des Weiteren sahen wir Videomaterial mit Betten ohne Laken, so dass Geflüchtete auf der nackten Matratze schlafen mussten. Geflüchtete, die neu in Muffendorf ankommen, beziehen ungeputzte Räume, in denen sich auf dem Boden, den Regalen und rund um die überquellenden Mülleimer Müll sammelt. Laut Aussagen Geflüchteter befindet sich in der gesamten Unterkunft nur ein Trinkwasserspender. Anscheinend sind in Teilen der Unterkunft momentan deutlich mehr Menschen untergebracht, als Kapazitäten da sind. Ein Beispiel: In einem Raum mit nur sechs Betten wohnen neun Menschen (fünf Erwachsene und vier Kinder). Ein weiterer Raum wird von drei Familien geteilt. Für die Mahlzeiten müssen die Geflüchteten in langen Schlangen warten; normalerweise dauert das Anstehen dort 15 bis 20 Minuten, es wurde jedoch auch von Fällen berichtet, in denen Menschen eine Stunde lang anstehen mussten, bevor sie etwas zu sich nehmen konnten. Die Bewohner*innen der Unterkunft warten jeweils drei Tage darauf, mit dem Wäsche waschen an der Reihe zu sein, was besonders für Menschen, die nur wenig Kleidung besitzen, problematisch ist. Wir haben von diversen Fällen gehört, in denen Menschen angemessene medizinische Versorgung verweigert worden sein soll mit der Begründung, dass so kurz vor der Abschiebung keine Behandlung mehr begonnen werden solle. Ein Junge im Alter zwischen acht und zwölf Jahren mit einem ernsten und akuten gesundheitlichen Problem soll keine medizinische Behandlung und nicht einmal eine Überweisung für eine Behandlung durch das örtliche medizinische Fachpersonal bekommen haben. Der Mutter des Jungen wurde gesagt, dass er auf Grund seiner albanischen Herkunft bald deportiert würde, und man habe ihm lediglich Schmerzmittel (oder Beruhigungsmittel?) gegeben. Der Zustand des Jungen war dermaßen kritisch, dass er Windeln tragen musste und unter chronischen Schmerzen litt. Albanische Bewohner*innen der Muffendorfer Unterkunft werden täglich genötigt, langatmige Reden anzuhören, welche sie subjektiv unter großen Druck setzen, Deutschland zu verlassen. Täglich wird eine Liste mit Namen von Geflüchteten veröffentlicht, welche dann eben jene Rede hören, welche sie dazu zwingen soll, zu unterschreiben, dass sie bereit sind, auf der Stelle das Land zu verlassen . Die Alternative ist eine Zwangsdeportation. In den letzten Wochen haben mehrer als hundert Asylsuchende Muffendorf verlassen, meistens, weil sie es dort nicht mehr aushielten. Sie gehen davon aus, dass albanische Geflüchtete in so unverhältnismäßigen Zahlen nach Muffendorf gebracht wurden, da die dortige Unterkunft als die Schlimmste in ganz Bonn gilt. - Wir sind davon überzeugt, dass die Muffendorfer Unterkunft eine inhumane Einrichtung ist. Die Bewohner*innen sind täglich mit psychischem und physischem Stress konfrontiert. Wir fordern die Schließung der Muffendorfer Unterkunft und die Verlegung der Bewohner*innen in Unterkünfte, in welchen ihre Rechte respektiert werden. - Wir fordern eine respektvolle und würdige Behandlung aller Geflüchteten und Asylsuchenenden in ganz NRW und Deutschland. Vermutete systematische Probleme in vom Land NRW betriebenen Geflüchtetenunterkünften Es erfolgt keine schriftliche Dokumentation, wenn Geflüchtete ihre wöchentliche Unterstützung erhalten. Weder das Land noch die Betreiber der Unterkünfte stellen also sicher, dass Geflüchtete ihr Geld bekommen. Entsprechend können Geflüchtete auch nicht beweisen, wenn sie ihr Geld nicht erhalten und dies auch nicht anfechten. Tatsächlich wurden von Geflüchteten mehrere Fälle gemeldet, in welchen Leute ihr Geld nicht bekommen haben, wobei auch insbesondere unter der Woche von der Ermelkeilkaserne nach Muffendorf verlegte Menschen betroffen waren. Dies betrifft den Zeitraum zwischen dem 19.10. und 26.10. - Jede Geldausgabe an Geflüchtete muss dokumentiert und unterschrieben werden, wobei sowohl die empfangende Person als auch der Staat eine Kopie erhalten müssen. - In Fällen, in denen Geflüchtete in eine andere Unterkunft verlegt werden, muss vorher klar gestellt werden, welche Unterkunft die wöchentliche Zuwendung zahlen muss. Der Rückhalt für Geflüchtete, die ihre Rechte als missbraucht betrachten, ist mangelhaft und unklar. Die Geflüchteten in der Muffendorfer Unterkunft berichten von mehreren beunruhigenden Fällen, wobei sie nicht das Gefühl haben, die Möglichkeit für eine Beschwerde zu haben. Eine Frau Anfang 20 wurde einem Raum zugewiesen, den sie mit 15 Männern teilen sollte, andernfalls sollte sie die Unterkunft verlassen. (Später wurde ihr ein anderer Raum zugewiesen, mittlerweile hatte sie jedoch die Unterkunft verlassen.) Mehrere Albaner*innen fühlen sich von bestimmten Personalmitgliedern in Muffendorf diskriminiert. - Es muss ein System für Beschwerden vor Ort geben, so wie es in einzelnen Unterkünften der Fall ist. - Dieses Beschwerdesystem muss klar und proaktiv mit allen Geflüchteten kommuniziert werden. Geflüchtete müssen mit unbegründeten und unnötigen Einschränkungen leben. In Muffendorf sind Dinge des täglichen Gebrauchs wie Shampoo streng in kleine Einzelportionen aufgeteilt. Die Geflüchteten erachten dies als erniedrigend und die Portionen als oft zu klein. Des Weiteren ist es den Bewohner*innen nicht erlaubt, Besuch zu empfangen. Besucher*innen unterliegen den Bedingungen einer im Voraus vom Roten Kreuz erteilten Genehmigung und eines vorher abgemachten Termins, selbst wenn der Besuch nur einen einzelnen Geflüchteten betrifft. - Wesentliche Hygieneprodukte und Vorräte dürfen nicht streng rationiert sein. - Bewohner*innen müssen Besuch zu jeder Zeit empfangen dürfen - und sei es unter der Voraussetzung, dass der Besuch sich bei der Security am Eingang ausweist. Geflüchtete mit gesundheitlichen Problemen oder anderen Einschränkungen müssen in den selben überfüllten Zuständen leben. Ein Kind mit Asthma, eine Frau mit einem drei Wochen alten Baby und eine im siebten Monat Schwangere, deren Schwangerschaft als hoch riskant eingestuft wurde, leben zusammen in einem überfüllten Raum in Muffendorf. Geflüchteten mit gesundheitlichen Problemen muss eine besondere Unterbringung geboten werden. Wir danken Ihnen, dass Sie sich die Zeit nehmen, diese bedenkliche Situation zu untersuchen. Wir freuen uns, bald von Ihnen bezüglich eines Vorgehens hinsichtlich der von uns angesprochenen Punkte zu hören. Mit freundlichen Grüßen, Refugees Welcome Bonn e.V.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-12 21:32:26 GMT

https://www.facebook.com/events/917446205016217/ +english below+ Demonstration: Kein Abschiebelager in Bonn oder irgendwo sonst! Solidarität mit den Geflüchteten, die akut von Abschiebung bedroht sind! Geflüchtete, hauptsächlich aus Albanien, demonstrieren am Mittwoch, 11.11.2015, vor dem Abschiebelager in Bonn-Muffendorf, um auf ihre unhaltbare Situation aufmerksam zu machen. Wir wollen uns solidarisch zeigen mit ihnen und allen Menschen, denen aufgrund inhumaner Verwertungslogik und von Rassismus Abschiebung droht! Albanien ist kein sicheres Herkunftsland! Menschenrecht kennt keine Grenzen! Mi. 11.11.15, 16:00Uhr Muffendorfer Straße 16, Bad Godesberg gemeinsame Anfahrt von Bonn, 15:15Uhr Bonn Hbf Die vom Land NRW geführte Flüchtlingsunterkunft in Bonn-Bad Godesberg (Muffendorf) ist faktisch ein Abschiebelager für Geflüchtete und Asylbewerber*innen hauptsächlich aus Albanien. Menschen leben dort unter absolut inhumanen Bedingungen, die akut von Abschiebung bedroht sind. Die geringsten Standards eines menschenwürdigen Lebens werden ihnen verwehrt: Die Zimmer sind weit über ihre Kapazitätsgrenzen belegt, hygienische Standards werden nicht eingehalten, Infektionskrankheiten haben sich daher bereits ausgebreitet, medizinische Versorgung wird nicht ausreichend gewährleistet, und die Menschen werden täglich unter zusätzlichen psychischen Druck gesetzt, um eine „freiwillige Ausreise“ zu erpressen. Wer seiner "freiwilligen Ausreise" nicht zustimmt, soll Aussagen von BewohnerInnen zufolge ab Donnerstag, 12.11.2015, abgeschoben werden. Damit existiert mitten in Bonn ein Sammellager, um Menschen massenhaft abzuschieben, in dem die Menschenrechte der Geflüchteten missachtet werden! In diesen Zuständen zeigt sich der strukturelle Rassismus, unter dem die Abschiebung von Menschen aus willkürlich zu sicheren Herkunftsstaaten erklärten Ländern durch ihre geringere Wertigkeit gerechtfertigt wird. Albanien ist kein sicheres Herkunftsland! Deshalb wollen wir gemeinsam mit den betroffenen Menschen demonstrieren! Kein Abschiebelager in Bonn oder irgendwo sonst! Solidarität mit den Geflüchteten! Für ein Bleiberecht für alle! ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Demonstration: No Deportation Camp in Bonn or elsewhere! Solidarity with the refugees in Bonn-Bad Godesberg threatened by deportation! Refugees, mainly from Albania, will hold a demonstration on Wed, 11.11.2015, in front of the Deportation Camp in Bonn-Muffendorf, to bring attention to their undefensible situation. We want to show solidarity with them and everybody who is threatened by deportation! Albania is not a save country! Migration is not a crime! Wed, 11.11., 4:00p.m. Muffendorfer Straße 16, Bad Godesberg from Bonn: 3:15 p.m., Bonn Hbf The Refugee shelter in Bonn-Bad Godesberg (Muffendorf) in fact is a deportation camp for refugees and asylum seekers mainly from Albania. People are living there under inhumane conditions and are threatened by deportation. They are refused minimum standards for a humane living: No possibilites to hold hygienic standards, which has already resulted in the spread of infection, overcrowded living quarters without special consideration for refugees with health problems or other conditions, residents are denied proper medical care since they are due for deportation, unreasonable and unnecessary restrictions. There is even more psychological pressure through daily long speeches which aim to make people sign a form that they are willing to be leave Germany "voluntarlily". Who does not leave the Lager because of the drastic situation, is - according to the accounts of some inhibitants - supposed to be deported by force from Thursday, 12th November, on. This shelter in fact is a deportation camp in the middle of Bonn, in which basic human rights of the refugees are violated! This is part of a structural racism that legitimates the deportation of people from randomly chosen „save homecountries“ because they are less worthy. Albania is not a save Country! That's why we want to rallye together with those affected by the threat of deportation and physical and psychological violation. We want to show solidarity with the refugees! No Deportation Camp in Bonn or elsewhere! Permission to stay for everyone!

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-10 14:42:47 GMT

Wir haben 300 der Hefte "First Steps in German" der Flüchtlingshilfe München e.V. sowie 150 kleinformatige "Langenscheidt - Zeig mal! Schnell kommunizieren mit Bildern" bestellt, von denen wir die meisten innerhalb der nächsten Tage in den lokalen Unterkünften streuen. Ab heute liegen noch 50 der Hefte und 100 der Langenscheidt-Minibücher im Buchladen Le Sabot, Breitestraße 76, bereit und können dort kostenlos abgeholt werden. Greift zu!

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-02 09:00:00 GMT

Wir wurden gebeten, folgenden Spendenaufruf der Gruppe "Porzer and Friends helfen Flüchtlingskindern" zu teilen: "Liebe Bonnerinnen und Bonner, Wir sammeln Spenden für Flüchtlingskinder am Köln-Bonner Flughafen in Form von Mal- und Bastelsachen, wie : Malblöcke, Malbücher , Buntstifte, Wachsmaler, Filzstifte, Spitzer, Radiergummi etc. oder auch kleine Spielsachen zum Zeitvertreib, zum Bsp. Spielautos. WO? Wann? Der nächste zentrale Sammeltermin für Sachspenden (Bastelsachen, Malblöcke, Stifte, etc.) ist am: Sonntag, den 01.11.2015 zwischen 16:00 und 18:00 am Frankenbad in der Bonner Altstadt."

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-10-24 00:58:08 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-10-23 08:43:45 GMT

Es ist wieder einmal so weit: Wir feiern Anfang November gemeinsam mit Cosmic Radio eine Party auf dem Township Bonn. Mit im Boot ist diesmal auch die Initiative für Flüchtlinge Bonn - IfF . Kommt vorbei und ladet Eure Freund*innen ein! Der Eintritt ist für Geflüchtete wie immer frei. Vor der Party wird es ab ca. 21 Uhr eine Vorstellung unserer Initiativen geben, danach geht's weiter mit Musik.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-10-16 00:50:13 GMT

Einen schönen Tag im Köln Zoo haben Geflüchtete aus den Duisdorfer Flüchtlingsunterkünften, Telekommitarbeiter und HelferInnen aus unserer Mutter-Kind-Gruppe am 31. Oktober verbracht. Das Event wurde von der Telekom angestoßen, die angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen einen weiteren sogenannten „Social Day“ durchführen wollte. Bereits im Frühjahr diesen Jahres hatten wir und engagierte Telekom-Mitarbeitern einen Bazar an den Duisdorfer Flüchtlingsunterkünften organisiert, welcher ein voller Erfolg war. Auch der Ausflug, welcher morgens früh um 10 Uhr startete, war ein voller Erfolg. Nachdem die Geflüchteten von Mobility Solutions der Telekom an ihrem Wohnort abgeholt worden waren, erreichte die Gruppen bei bestem Novemberwetter den Kölner Zoo. Zu Beginn wurden Lunchpakete an die Geflüchteten ausgeteilt. Daraufhin hatten alle bis 17.00Uhr Zeit, um sich allein oder in kleinen Grüppchen die Vielfalt an Tieren anzuschauen. Angesichts der hohen Belastung in den überfüllten und teils chaotischen Flüchtlingsunterkünften, war der Tag für die Geflüchteten und uns ein sehr positives Erlebnis. Es gab Gelegenheit, entspannt Spazieren zu gehen und zur Ruhe zu kommen. Außerdem bot der Ausflug viele Möglichkeiten, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir hoffen, dass solche Kooperationen auch in Zukunft stattfinden können und möchten uns noch einmal bei den HelferInnen der Telekom bedanken, die sowohl die Finanzierung als auch Organisation in großen Teilen übernommen haben.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-10 19:40:08 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-07 09:00:00 GMT

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-11-06 00:19:26 GMT

Deutschkurs in Duisdorf startet Ab Montag, den 02.11.15, bieten wir einen Gratis-Deutschkurs an. Er wird in Bonn-Duisdorf jede Woche Montag ab 18.00h in den Räumen des CVJM stattfinden. Der Kurs richtet sich an alle Geflüchteten ohne Deutschkenntnisse und ist alltags- und konversationsorientiert. Er qualifiziert nicht formal für ein bestimmtes amtliches Sprachniveau. Es müssen keine Materialien angeschafft werden, sondern werden zur Verfügung gestellt. Wann? Montags, ab 02.11.15, um 18.00h Wo? CVJM-Haus, Schieffelingsweg 27 Kosten? Keine Treffpunkt? Hüttenweg 7 – 9 um 17.30h Interessierte können sich unter engagement.refugeeswelcome@gmail.com melden oder einfach zum angegebenen Treffpunkt kommen.

Published Refugees Welcome Bonn e.V. on 2015-10-29 21:38:46 GMT

Die Brotfabrik Bonn, mit der wir in Kooperation am 4. November den Film BOZA zeigen, zeigt derzeit noch einen weiteren Film, der sich mit dem Thema Flucht und Rassismus befasst. Diesmal handelt es sich um einen Spielfilm. *MEDITERRANEA (OmU)* Flüchtlingsdrama über zwei aus Burkina Faso stammende Menschen, die es an die italienische Küste schaffen und dort dem Alltagsrassismus der Ersten Welt begegnen. Im Kino in der Brotfabrik Bonn, Kreuzstr. 16 Bonn im Oktober an folgenden Terminen: Mo. 19. um 19 Uhr Sa. 17. um 18.30 Uhr Mi. 21. um 21 Uhr und am Mi. 28 letztmals um 17 Uhr